Naher Osten

 

Eine "seltsame moralische Blindheit" gegenüber der weltweiten Verfolgung von Christen hat der Eisenstädter Bischof Ägidius Zsifkovics kritisiert. <--break->

 
 

Kardinal Christoph Schönborn hat am Donnerstag nach seiner Rückkehr aus dem Irak in Rom eine in Europa vorherrschende Abschottungspolitik gegenüber Flüchtlingen kritisiert.

 
 

Für eine Initiative mit dem Titel "Christen für Christen", die konkrete Wege der Unterstützung von verfolgten und schwer bedrängten Christen im nahöstlichen Raum erschließen soll, hat sich der Katholische Laienrat Österreichs (KLRÖ) ausgesprochen.

 
 

Papst Franziskus hat die UN-Friedensplan für Syrien begrüßt. Er ermutige alle, den Weg zu einer Einstellung der Gewalt und einer Verhandlungslösung, die zum Frieden in Syrien führe "mit großherzigem Schwung fortzusetzen", sagte er beim Angelus-Gebets auf dem Petersplatz.

 
 

Unter dem Titel "Ökumenismus im Nahen Osten: Vergangenheit und Gegenwart" findet bis Samstag in Wien eine gemeinsame Konferenz der Stiftung "Pro Oriente" und des Instituts für ostkirchliche Studien der Radboud-Universität Nijmegen (Niederlande) statt. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung des nahöstlichen ökumenischen Denkens, dessen Wurzeln tief in das 12./13. Jahrhundert hineinreichen.

 
 

St. Pölten, 28.11.2015 (dsp) Auf der Tagung des Internationalen Zentrums für Archivforschung (ICARUS), dessen Präsident Diözesanarchivar Thomas Aigner ist, wurde eine sofortige Kooperation mit dem „Centre Numérique des Manuscrits Orientaux“ (CNMO) im Irak, geleitet durch Dominikanerpater Najeeb Michaeel, zur Rettung von kulturellem Erbe im Mittleren Osten beschlossen. Die Tagung, an der auch Patriarch Louis Raphaël Sako, Oberhaupt der chaldäisch-katholischen Kirche mit Sitz in Bagdad, sowie Weihbischof Shlemon Odish Iskhirya Warduni teilnahmen, war veranstaltet worden, um „ all unsere Kräfte und unsere Expertise zu bündeln, um unseren KollegInnen in der Krisenregion bestmöglich zur Seite zu stehen“, so Aigner.

P. Najeeb Michaeel
 

St. Pölten, 11.11.2015 (dsp) 70 Expertinnen und Experten aus 30 Ländern diskutieren vom 23. bis 25. November im Bildungshaus St. Hippolyt über die Zukunft des Archivwesens. Schwerpunkt der Tagung ist eine Vernetzungsveranstaltung des Internationalen Zentrums für Archivforschung (ICARUS) für eine Kooperation mit Archiven des Mittleren Ostens. Höhepunkte sind Gespräche mit Patriarch Louis Raphaël I. Sako, der Oberhaupt der chaldäisch-katholischen Kirche (Irak), mit Dominikanerpater Najeeb Michaeel (Irak) und mit Prof. Andreas Schmidt-Colinet von der Universität Wien.

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Papst Franziskus hat sich besorgt über die Zukunft der Christen in Syrien und im Irak geäußert. Fanatischer Hass und Terrorismus sorgten für einen "großen Verlust an Gläubigen, die die Länder ihrer Väter verlassen" und gefährde "die lebendige christliche Präsenz", sagte er in einer Ansprache an die Chaldäische Synode.

 
 

Das weltweit tätige katholische Hilfswerk "Kirche in Not" bemüht sich im Nahen Osten, Christen das Bleiben in ihren Heimatländern zu ermöglichen. "Würden diese Gemeinschaften in ihren Herkunftsländern verschwinden, wäre das ein Verlust nicht nur für die Christenheit sondern für die ganze Menschheit", so Johannes Heereman, Präsident von "Kirche in Not".

 
 

Die verbleibenden Christen in Syrien zeigen durch ihre Präsenz Vertrauen in ihr Land - und sind damit ein rotes Tuch für die IS-Terroristen, die die Überzeugung der Christen gewaltsam zerstören und sie vertreiben wollen: So hat der chaldäisch-katholische Bischof Antoine Audo gegenüber "Radio Vatikan" die jüngste Entführung von 150 bis 200 Christen aus der syrischen Stadt Qaryatain durch den IS gedeutet.

 

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