Missbrauch

 

Im Umgang mit Missbrauch kann es nach den Worten von Kardinal Christoph Schönborn nur den Weg der Wahrheit geben. Viel zu lange sei verharmlost, vertuscht, verleugnet und weggeschaut worden, betonte der Wiener Erzbischof beim Staatsakt für Missbrauchsopfer am Donnerstagabend im Parlament.

 
 

Wien, 17.11.2016 (dsp/KAP) Klar für die "entschiedene Aufdeckung" jeglichen Missbrauchs in kirchlichen Einrichtungen hat sich der in der Bischofskonferenz für Missbrauchs-Prävention und Opferschutz zuständige St. Pöltner Bischof Klaus Küng ausgesprochen. Die Zeit der Vertuschung von Missbrauch sei jedenfalls vorbei, so der Bischof auf Anfrage. Er äußerte sich in einem ORF-Interview, das am Mittwochnachmittag in der Ö1-Sendereihe "Praxis - Religion und Gesellschaft" ausgestrahlt wurde. In der katholischen Kirche habe hier in den vergangenen Jahren einen "Gesinnungswandel" stattgefunden und es werde nun viel für die Prävention getan, "auch im Sinne des Nachgehens", so Küng.

Diözesanbischof DDr. Klaus Küng
 

Die Kirche und das offizielle Österreich setzen eine gemeinsame "Geste der Verantwortung" für das Unrecht, das Heimkinder in den vergangenen Jahrzehnten in staatlichen und kirchlichen Einrichtungen erlitten haben.

 
 

Wien-St. Pölten, 26.9.2016 (dsp/KAP) Die Österreichische Bischofskonferenz hat die seit Juli 2010 geltenden Richtlinien gegen Missbrauch und Gewalt überarbeitet und veröffentlicht. Sie gelten wie bisher für den gesamten kirchlichen Bereich, sowohl für die hauptamtlichen als auch für die ehrenamtlichen Mitarbeiter. "Die aktualisierte Rahmenordnung entspricht inhaltlich den bisherigen Richtlinien und wurde den bereits bewährten Abläufen angepasst", erläuterte der in der Bischofskonferenz für diese Thematik zuständige Bischof Klaus Küng: "Neu ist der stärkere Fokus auf Prävention und dass die von den Bischöfen im März beschlossene Rahmenordnung durch die vatikanische Glaubenskongregation offiziell approbiert ist", so der St. Pöltner Bischof.

Diözesanbischof DDr. Klaus Küng
 

Linz, 12.3.2016 (dsp/KAP) Mehr internationale Solidarität mit den verfolgten Christen weltweit fordern die österreichischen Bischöfe. Sie schlagen in einer Erklärung zum Abschluss der Frühjahrsvollversammlung der Bischofskonferenz einmal mehr Alarm angesichts der größten Christenverfolgung in der Geschichte der Menschheit, für die sie maßgeblich den zunehmenden Fundamentalismus in der islamischen Welt verantwortlich machen.
Wortlaut der Erklärungen

Österreichische Bischofskonferenz (Foto: Wuthe)
 

Der Kern des christlichen Glaubens ist die Nächstenliebe und diese muss auch das Maß im Umgang mit Flüchtlingen bleiben. Das hat Kardinal Christoph Schönborn zum Beginn der Vollversammlung der Bischofskonferenz am Montagnachmittag in Linz vor Journalisten betont.

 
 

Papst Franziskus hat bei der Generalaudienz am Mittwoch alle Mitglieder der Unabhängigen Opferschutzkommission in Österreich empfangen. Die Kommission, die für die Aufarbeitung von Fällen von sexuellem Missbrauch und Gewalt im kirchlichen Bereich zuständig ist, wurde von Kardinal Christoph Schönborn und dem Bischof von St. Pölten, Klaus Küng, begleitet.

 
 

Nach dem Streit zwischen dem Vatikan und den amerikanischen Frauenorden hat Papst Franziskus bei einem Gottesdienst in New York den Ordensfrauen ausdrücklich für ihren Dienst in der Kirche gedankt. Bei der Feier mit mehr als 4.000 Ordensleuten, Priestern und Seminaristen in der St. Patrick's Cathedral ging der Papst auch auf sexuellen Missbrauch durch Geistliche ein und bezeichnete ihn als Schande für die Kirche.

 
 

Papst Franziskus hat eine Kommission zum Schutz von Minderjährigen vor sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche eingesetzt. Wie der Vatikan am Samstag mitteilte, ist unter den Mitgliedern des neuen Gremiums auch ein Missbrauchsopfer aus Irland.

 
 

Die neue vatikanische Kinderschutzkommission will mit ihrer in Kürze beginnenden Arbeit vor allem die Opferbetreuung verbessern. "Die Kommission soll dem Schutz von Kindern und Jugendlichen dienen und unter anderem Modelle pastoraler Hilfe für Missbrauchsopfer entwickeln", sagte der Jesuit und Psychologieprofessor an der päpstlichen Universität Gregoriana, Hans Zollner, im Interview mit der Hamburger "Zeit".

 

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