Flüchtlinge

 

Der Päpstliche Rat für die Migranten ruft die Katholiken in Europa dazu auf, mit Aktionen auf die "dramatische Situation" von Flüchtlingen aufmerksam zu machen.

 
 

Spitzenvertreter der Weltkirchenrates (ÖRK) und des Vatikan haben die europäische Flüchtlingspolitik kritisiert. "Wir dürfen uns nicht auf eine kleinliche Diskussion einlassen, welches europäische Land wie viele Flüchtlinge aufnimmt", sagte ÖRK-Generalsekretär Olav Fykse Tveit am Sonntagabend vor Journalisten in Taize.

 
 

St. Pölten, 05.08.2015 (dsp/KAP) Über ein zügiges Vorankommen bei der Suche nach Wohnungen für anerkannte Flüchtlinge freut sich die in der Diözese St. Pölten gegründete pfarrliche Hilfs-Aktion "Willkommen Mensch". In neun niederösterreichischen Pfarrgemeinden konnte die Initiative bisher Flüchtlingsfamilien in Privatwohnungen unterbringen, in weiteren Gemeinden gibt es als ersten Schritt Informationsveranstaltungen. "Wir sind aber auf der Suche nach weiteren Wohnungen", so Initiator Christian Köstler, denn die Nachfrage reiße nicht ab. Die Aktion will vor allem Flüchtlingen mit positivem Bescheid unter die Arme greifen, denn, "sobald der Asylantrag positiv ist, fallen die Menschen aus allen Betreuungsangeboten."

Asyl-Infoabend in Mank: Bürgermeister Martin Leonhardsberger, Birgit Koller von der Diakonie und Pfarrer Wolfgang Reisenhofer
 

Die Frage der Unterbringung von Flüchtlingen in Ordenshäusern beschäftigt seit Wochen die Öffentlichkeit. Ein immer wieder vorgebrachter Vorwurf: Die Schwestern und Brüder ließen Räumlichkeiten lieber leer stehen als sie für Flüchtlinge zu öffnen. Der Sprecher der Ordensgemeinschaften Österreichs, Ferdinand Kaineder, hat nun detailliert Stellung bezogen:

 
 

Bergland, 04.08.2015 (dsp) „Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen“ - diese Worte nahmen sich Karina Höllmüller und Petra Lasselsberger aus Bergland (Bezirk Melk) zu Herzen und überlegten, wie sie Flüchtlingen helfen könnten.

Petra Lasselsberger und Karina Höllmüller entwickelten die Website willkommen-mensch.at; im Bild mit Christian Köstler, Leiter der Pfarrcaritas der Diözese St. Pölten. Köstler ist ein wesentlicher Motor für die pfarrliche Initiative "Willkommen Mensch".
 

Bischofskonferenz-Generalsekretär Peter Schipka hat erneut betont, dass die katholische Kirche ihre Hilfe für Flüchtlinge in den vergangenen Monaten deutlich verstärkt hat und diese auch weiterhin ausbauen will. Gleichzeitig versuchte er im Interview mit dem ORF-Radio, pauschale Vorwürfe zu entkräften, wonach Klöster und Pfarrhöfe leerstehen, während Flüchtlinge kein Dach über dem Kopf haben.

 

Flüchtlingshilfe

Auskünfte und Informationen zum Thema Flucht: fluechtlingshilfe@stpoelten.caritas.at

 

"Die katholische Kirche hat bei der Hilfe für Flüchtlinge deutlich zugelegt und die innerkirchliche Zusammenarbeit dabei zeigt erste Erfolge." Zu diesem Zwischenresümee kommt der Generalsekretär der Bischofskonferenz, Peter Schipka, der den seit zwei Monaten bestehenden innerkirchlichen Asylstab leitet.

 
 

Zwettl-Horn-Amstetten, 28.07.2015 (dsp) Aufgrund schneller Asylverfahren fallen Kriegsflüchtlinge rasch aus der staatlichen Grundversorgung, sobald sie den „Asylstatus“ haben. Danach sind viele von heute auf morgen aufgrund der sprachlichen Barrieren auf sich alleine gestellt – sie haben Probleme bei der Wohnungs- und Arbeitessuche und wenig Geld. Genau an diesem Punkt knüpft die pfarrliche Initiative „Willkommen Mensch“ an, die schnell, unbürokratisch und solidarisch sein will. Mit der neuen Website www.willkommen-mensch.at wird über die Betreuung von Flüchtlingen informiert.

Osama, 30-jähriger Arzt aus Syrien und Flüchtling, Christian Köstler, Leiter der Pfarrcaritas der Diözese St. Pölten, Peter Bösendorfer, Pfarrer von Amstetten-St. Stephan
 

In einer österreichweit koordinierten Kraftanstrengung bemüht sich die Katholische Kirche, neue Quartiere für Asylwerber bereitzustellen und für deren Betreuung zu sorgen. Derzeit leben über 4.000 Personen in Grundversorgung in einem kirchlichen Quartier.

 

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