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Zucker, Salz und Öl für Sozialmarkt St. Pölten

Teigwaren, Salz, Zucker und Öl haben die 350 Schülerinnen und Schüler der Schulen des Bildungszentrums für Gesundheits- und Sozialberufe der Caritas in St. Pölten in der Fastenzeit für den Sozialmarkt SOMA gesammelt. "Das ist Fußwaschung in anderer Form", erklärte Prälat Johannes Oppolzer, als die SchülerInnen ihre Gaben beim vorösterlichen Gottesdienst zum Altar brachten. Die Schülerinnen und Schüler des Caritas-Bildungszentrums haben in der Fastenzeit auf persönliche Annehmlichkeiten verzichtet und mit dem so ersparten Geld für den Sozialmarkt SOMA in St. Pölten jene Produkte eingekauft, die für den Markt selbst schwierig aufzutreiben sind, erklärt der zuständige Religionslehrer und Initiator des Projektes, Mag. Helmut Beroun. Er hat mit seinen Schülerinnen und Schülern die Situation der Menschen mit geringem Einkommen behandelt und dabei auch den Sozialmarkt SOMA in St. Pölten besucht. Betroffen von der Situation vieler Menschen im Land haben sich die SchülerInnen zu dieser Aktion in der Fastenzeit entschlossen.

Eine neue Form der Fußwaschung
Beim vorösterlichen Gottesdienst am 13. März im Dom zu St. Pölten brachten die Schülerinnen und Schüler die Lebensmittel als Opfergaben zum Altar, wo sie nach dem Gottesdienst gesegnet und dem Leiter von SOMA St. Pölten, Dr. Walter Feninger, übergeben wurden.
"Das ist eine andere Form der Fußwaschung", sagte Prälat Johannes Oppolzer beim Gottesdienst und wies auf die Tat Jesus an seinen Jüngern hin: "Es ist ein Dienst an den Menschen und eine Hilfe für die Menschen". Die anwesenden Schülerinnen und Schüler hätten durch ihre Ausbildung einen Beruf gewählt, "helfende Menschen" zu werden. Oppolzer lobte diese "sehr sinnvolle Aktion" als Ausdruck ihrer Menschenliebe. Sie sei auch Ausdruck der christlichen Liebe und des Dienens, sagte er.

SOMA
Der Sozialmarkt SOMA bietet für Menschen mit geringem Einkommen und bei Nachweis sozialer Bedürftigkeit Waren zu besonders günstigen Preisen an, die er von Supermärkten, Lebensmittelgeschäften und Bäckern erhält. Gerade bei den länger haltbaren Waren wie Teigwaren, Zucker, Salz und Öl gebe es immer wieder Engpässe, sagte Feninger und bedankte sich im Namen der vielen Konsumenten, die sich ohne den Sozialmarkt SOMA kaum das Wichtigste zum Leben leisten könnten.
SOMA St. Pölten hat als erster Sozialmarkt in Niederösterreich im November 2004 seine Pforten geöffnet. Seither wurden mehr als 1.500 Einkaufspässe ausgestellt. Zahlreiche Sponsoren und Lieferanten unterstützen bereits den Sozialmarkt.