Zu Fuß nach Mariazell

188 Pilger aus Böhmen und Mähren im Alter von zwölf bis 68 Jahren sind derzeit mit Bischof Frantisek Lobkowitz aus Ostrau zu Fuß auf dem Weg zum Mitteleuropäischen Katholikentag nach Mariazell. Am 17. Mai haben sie nach der ersten "Österreich-Etappe" in Maria Dreieichen Halt gemacht und an der Segnung und Setzung des renovierten Turmkreuzes teilgenommen. Gemeinsam mit den Gläubigen des Ortes feierten die Wallfahrer die Turmkreuzsetzung auf der Basilika, nachdem das Kreuz von Bischof Frantisek Lobkowitz in Anwesenheit weiterer Priester aus Tschechien gesegnet worden war. Als Erinnerung an diese erste Fußwallfahrt aus Tschechien im neuen Europa wurden in einer Kupferkapsel die Unterschriften aller 188 Pilger, die Symbole des Mitteleuropäischen Katholikentags und tschechische Geldmünzen sowie eine Videokassette mit dem Vaterunser in acht verschiedenen Sprachen als zeitgeschichtliche Dokumente mit eingelegt.

Die Wallfahrer aus dem Nachbarland wurden von Wallfahrtsseelsorger P. Robert Bösner, Bezirkshauptmann-Stellvertreter Mag. Reinhard Gabauer, der Gemeinderätin Ing. Margit Pichler und KA-Präsident Roman Fröhlich begrüßt. Margit Pichler erinnerte an die lange Tradition der Wallfahrten aus Tschechien nach Maria Dreieichen. Die Vorfahren seien oft barfuß zu diesem Gnadenort gepilgert, wies sie hin. Auch die heutige Wallfahrt sei "ein Zeichen des Glaubens nicht nur für euch selbst, sondern auch für uns", sagte sie. Präsident Roman Fröhlich wünschte den Wallfahrern noch einen regenfreien und besinnlichen Fußmarsch bis zum Ziel in Mariazell, um dort "in der Gemeinschaft der europäischen Völker einen völkerverbindenden Tag" zu erleben.

Nach der Kreuzsetzung feierte Bischof Lobkowitz mit über Dutzend weiteren Priestern, Wallfahrern und anwesenden Gläubigen in der Basilika die heilige Messe.

Die nächsten Etappen auf dem Weg nach Mariazell sind Langenlois, St. Pölten und Türnitz.