"Zivilpakt" - Signal in die falsche Richtung

Die von Bundesministerin Karin Gastinger angestoßene Diskussion über eine rechtlich verankerte Partnerschaft sendet ein Signal in die falsche Richtung. Dies erklärt Bischof DDr. Klaus Küng in einer Stellungnahme. Bischof Küng ist in der Österreichischen Bischofskonferenz für Ehe und Familie, Bioethik und Fragen des umfassenden Lebensschutzes zuständig. Das große Problem für ganz Europa und auch für Österreich sei die zu geringe Kinderzahl und die mangelnde Stabilität der Beziehungen mit schlimmen Folgen für die Entwicklung der Gesellschaft, weist er hin.
Kinder brauchen für ihre gesunde Entfaltung die "Nestwärme" einer stabilen Beziehung von Vater und Mutter, die nicht austauschbar seien. Die Eltern sollten - auch durch geeignete Gestaltung der Rahmenbedingungen - zu mehr Kindern ermutigt werden, verlangt der Bischof in seiner Stellungnahme. Eine "entschlossene und wirksame Förderung der Familie auf der Grundlage der Ehe zwischen Mann und Frau ist ein dringendes Gebot der Stunde", betont er. Diese "dringend notwendige Förderung" würde durch die Einführung von rechtlichen Absicherungen faktischer Lebensgemeinschaften noch stärker als bisher unterlaufen werden.
In Bezug auf gleichgeschlechtliche Beziehungen sei an der Position der Ministerin positiv zu werten, dass nicht eine Art Gleichstellung mit Ehe oder gar die Berechtigung zur Adoption in Betracht gezogen werden, sagt der Bischof. Es sollte jedoch auch bewusst sein, dass es kein Verstoß gegen die Gleichberechtigung homosexuell orientierter Menschen sei, der Familie auf der Grundlage der Ehe gewisse Vorrechte einzuräumen. Denn heterosexuelle und homosexuelle Beziehungen seien bereits ihrem Wesen nach verschieden, unterstreicht Bischof Küng.
"Aber nur die Familie auf der Grundlage der Ehe zwischen einem Mann und einer Frau vermag die Zukunft eines Landes zu sichern", betont er abschließend.