Zeichen der Hoffnung

"Diese Messe im Priesterseminar ist ein Zeichen der Hoffnung", sagte Bischof DDr. Klaus Küng in der Kapelle des Priesterseminars vor Seminaristen, die zu dieser vorweihnachtlichen Messe gekommen waren. Die Seminaristen wohnen nach der Schließung des Priesterseminars im August dieses Jahres vorübergehend an anderen Orten in und außerhalb der Diözese. "Wir vertrauen, dass Gott auch in unseren Herzen geboren wird, und dürfen zuversichtlich sein", sagte der Bischof.
Zu den Priesterstudenten meinte er, dass sie ein "schwieriges Jahr voll schmerzhafter Ereignisse und Unsicherheiten" hinter sich hätten. Die vergangenen Ereignisse seien gleichzeitig auch als Reinigungsprozess zu sehen, die zu einem Nachdenken geführt haben, "auch in Hinblick auf eure persönliche Berufung", erläuterte er.
Letztlich müsse jeder Mensch auf Gott bauen, da jeder berufen sei. "Ob Mann oder Frau, alle sind berufen, Gott im Herzen zu tragen", sagte Bischof Küng. Es brauche aber auch die Berufung zum Priester, der für die Vergegenwärtigung Christi unersetzlich sei.
Die Grundhaltung eines jeden Menschen, so Bischof Küng, müsse darin liegen, Gott zu dienen. Dazu gebe es viele Möglichkeiten. Doch brauche es auch den Ruf der Kirche und die Verfügbarkeit des Einzelnen, sich Gott zu stellen. Die Grundbereitschaft des Menschen sei aber, Gott zu dienen, betonte der Bischof. Das sei die wichtigste Voraussetzung jeglicher Berufung.
Die anwesenden Studenten rief der Bischof auf, bei allen Schwierigkeiten und Widerwertigkeiten im Leben auf Gott zu vertrauen. Diese Grundüberzeugung gebe Zuversicht. Dazu gehöre aber auch die innere Bereitschaft, sich zu ändern, ergänzte der Bischof und sprach die Bitte aus, die Grundhaltung der Berufung zu pflegen und für die Erneuerung des Priesterseminars zu bitten. Dann könne von St. Pölten ein Impuls ausgehen, der hilfreich auch für andere sein könnte, sagte er.