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Wunschberuf statt erlerntem Job

"Das Unmögliche ist möglich geworden", jubelt Julius Felker, Projektleiter des Netzwerkes der Solidarität. Im vergangenen Jahr hat diese Initiative über 40 Prozent jener, die zu ihr um Hilfe und Unterstützung gekommen sind, wieder in die Arbeitswelt integrieren geholfen. Für 180 Personen von den 445 Jobsuchenden war der Kontakt mit einem der zehn Netzwerke in Niederösterreich erfolgreich. Projektleiter Julius Felker verrät sein "Geheimrezept": "Wir nehmen uns für jeden Suchenden Zeit und versuchen, ihn nicht nur auf seinen erlernten Job hin zu vermitteln, sondern auch seine Neigungen und Wünsche zu berücksichtigen".


Besonders erfolgreich zeigte sich dabei das Team von Herzogenburg, wo durch die 42 ehrenamtlichen Aktivisten 15 der 27 Arbeitsuchenden eine Stelle fanden. Über das Büro in St. Pölten selbst waren es immerhin noch 60 der 158 Arbeitsuchenden.


Erfolgsrezept: intensive Gespräche und Mut machen


Die intensiveren Kontakte und Gespräche haben sich buchstäblich bezahlt gemacht, erklärt Felker. Bei vielen Arbeitssuchenden müssen zuerst "die eigenen Hürden" überwunden werden. Eine Kündigung zu verkraften braucht viel Zeit, intensive Gespräche und eine sensible Beratung. "Man muss lernen, nicht in die Vergangenheit zu blicken, denn das lähmt. Wir helfen den Leuten vorauszuschauen und alles zu versuchen, einen neuen Anfang zu wagen". Erst wenn dieses Problem bewältigt ist, ist auch die Hilfe durch die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Aktivisten genannt, erfolgreich. "Es geht darum, die Menschen selbst zu motivieren, aktiv zu werden. Wir sind nur Begleiter", meint er mit Blick auf seine 423 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in zehn Gemeinden Niederösterreichs.


Netzwerke in zehn NÖ-Gemeinden


Die Suchenden kommen aus allen Berufsschichten, aus allen Altersgruppen. In den meisten Fällen ergibt sich nach ein bis sechs Sitzungen eine Lösung, die auch befriedigend ist. Dabei spielt viel zusammen, von der Ausbildung über die eigene Mobilität, das Alter, bis hin zur passenden Infrastruktur durch öffentliche Verkehrsmittel.
Das "Netzwerk der Solidarität" ist derzeit in zehn niederösterreichischen Gemeinden vertreten: Amstetten, Herzogenburg, Klosterneuburg, Krems, Litschau (ab 2005: Schrems), Neulengbach, St. Pölten, St. Valentin, Purkersdorf und Tulln-St. Andrä Wördern.


Das Büro des Netzwerkes in St. Pölten, Klostergasse 15, kann von Montag bis Freitag, 8 bis 12 Uhr kontaktiert werden. Tel. Nr. 02742/398-377 oder per e-mail: