Wirtschaftskrise ist „Frucht von Maßlosigkeit“

„Die Weltwirtschaftskrise ist die Frucht einer schlimmen Maßlosigkeit“, sagte Diözesanbischof DDr. Klaus Küng am Nationalfeiertag bei der jährlichen Familienwallfahrt am Sonntagberg. Die größte Gefahr einer Wohlstandsgesellschaft sei der Egoismus. Je mehr Besitz angehäuft werde, desto großer werde auch die Habgier, so Küng: „Irgendwann muss das zusammenbrechen, und dann kommt es zur Krise – so wie jetzt.“ <br

Die wichtigsten Ziele unserer Gesellschaft seien Erfolg, Ansehen und Wohlstand, führte der Bischof aus. Diese seien zwar „berechtigte Anliegen“, jedoch setzten die Menschen falsche Prioritäten. „Es fehlt der nötige Weitblick“, betonte Küng. Es sei notwendig, „dass wir aufhören das liebe Geld anzubeten“. Auch Genuss und Konsum machten auf Dauer nicht glücklich, so Küng, der Wohlstand werde „sehr teuer bezahlt“.

 

Nach dem Evangelium des Tages gehe es darum, „Gott zu lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit allen Gedanken“, erklärte Küng. Eine Welt, die das erkenne, sei eine frohe Welt. Der St. Pöltner Bischof rief dazu auf, das Leben „bewusst christlich“ zu gestalten. Die Gebote Gottes seien „auch heute noch gültig und werden immer gültig bleiben“. Dies sei der Weg, der letztlich froh mache und zur Veränderung führe.

Das „größte Anliegen für unser Land“ müsse die Sorge um die Familien und die Jugend sein, unterstrich Küng. Da die Zahl der Kinder „zu gering“ sei, gelte es, junge Familien zu unterstützen, „damit Bedingungen entstehen, die für unser Land förderlich sind“.