"Wir danken für den Papst, der Mut gibt"

"Wir haben guten Grund, Gott zu danken, weil unser Heiliger Vater nicht nur hervorragende Gaben des Geistes besitzt, sondern eine Haltung hat, die uns Mut gibt", sagte Bischof DDr. Klaus Küng in seiner Predigt bei der Messe zum 80-jährigen Geburtstag des Papstes am Montag Abend, den 16. April, im Dom zu St. Pölten.
Predigt im Wortlaut An dem Festgottesdienst, der vom Domchor mit der kleinen Orgelsolomesse von Wolfgang A. Mozart musikalisch gestaltet wurde, nahmen neben den Weihbischöfen Anton Leichtfried und Heinrich Fasching auch das Domkapitel, Abt Matthäus Nimmervoll aus Lilienfeld sowie Dechanten, Priester, Diakone und Vertreter des öffentlichen Lebens aus Politik und Wirtschaft teil.
Wer die Predigten und Aussagen des Papstes verfolge, erkenne, dass es sein Anliegen sei, "dass von den Menschen Gott entdeckt wird, und damit auch das Wesentliche im eigenen Leben". Der Wunsch des Papstes sei es, so Bischof Küng weiter, dass Christus vergegenwärtigt und erkannt werde und als "Erlöser erfahren wird". Der Papst sehe seine Aufgabe darin, Christus eine Stimme zu verleihen, auf ihn hinzuweisen und jene Zusammenhänge darzulegen, "die Licht, Trost und Heil in unsere Leben bringen".
Der Bischof erinnerte an den Ad-Limina-Besuch, bei dem der Papst die österreichischen Bischöfe ermutigt habe, die Katechese zu erneuern. "Wir müssten, so lautet seine liebevolle Ermahnung, dringend dafür Sorge tragen, dass der christliche Glaube möglichst vollständig Jung und Alt vermittelt wird", sagte der Bischof. Nur so könnten die Menschen Erfüllung, Heilung und innere Genesung finden.
In Rückblick auf Papst Johannes Paul II. sagte Bischof Küng, dieser habe "ausgehend vom Zweiten vatikanischen Konzil und auf dessen Erkenntnissen aufbauend" mit großer Anstrengung weltweit eine Entwicklung eingeleitet, die nun durch Papst Benedikt weiter geführt werde.
Die Feier seines 80. Geburtstages sollte nun für alle Christen Anlass sein, den Auftrag Christi an Petrus und die Kirche "mit allen Kräften in den heutigen Gegebenheiten des Landes" umzusetzen und alles zu versuchen, was möglich sei, "damit die Stimme des guten Hirten die Menschen von heute erreicht". .

Predigt im Wortlaut