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Wir brauchen eine solide Grundlage für die Erneuerung

Eine solide Grundlage für die Erneuerung des christlichen Lebens in der Diözese, in den Pfarrgemeinden und in den Familien erbittet Diözesanbischof DDr. Klaus Küng von den Gläubigen in seinem ersten Fastenhirtenbrief als Bischof von St. Pölten. Er verweist dabei auf das laufende "Jahr der Eucharistie". Der Brief wird am ersten Fastensonntag in allen Kirchen der Diözese verlautbart.

Fastenhirtenbrief im Wortlaut

In der Einleitung seines Schreibens berichtet der Bischof, dass er viele positive Eindrücke in der Diözese wahrgenommen habe und viele Menschen um ein echtes Christsein bemüht seien. Als nächste große Anliegen nennt der St. Pöltner Oberhirte die Einheit in der Diözese, die Wiedereröffnung des Priesterseminars und die Entwicklung und Verwirklichung eines Pastoralplanes.

Er ruft in seinem Schreiben an die Gläubigen auf, auch jene Menschen anzusprechen, die derzeit dem kirchlichen Leben fern bleiben. Es sei ebenso notwendig, den jungen Paaren beizustehen und sich für geistliche Berufungen einzusetzen, weist Bischof Küng hin.

Eine "solide Grundlage" für die Erneuerung der Diözese sieht der Bischof in der Verbindung mit Christus. Dabei weist er vor allem die Bedeutung des derzeitigen "Jahres der Eucharistie" hin, das Anlass für eine Neubesinnung sein kann. Ein Erfolg für die Erneuerung hängt nicht nur von den eigenen Kräften ab, sagt der Bischof. Vielmehr sei Christus durch die Kirche unter uns zugegen.

Als ersten Schritt zu einem Neuanfang regt der Bischof an, sich "persönliche und gemeinsam" wieder stärker Christus zuzuwenden. Christus sei in der Eucharistie in besonderer Weise gegenwärtig. Ein persönlicher Neuanfang könne in vielen Formen geschehen, etwa durch die Pflege der eucharistischen Anbetung, durch eine liebevolle Vorbereitung und Mitfeier jener Feste, die zur Eucharistie einen besonderen Bezug haben, etwa Gründonnerstag und Fronleichnam, aber auch durch das Bemühen, den Sonntag als Tag des Herrn hoch zu halten.

Die innerliche Beziehung zur Eucharistie brauche aber auch die Liebe zur Stille, zur Sammlung im Glauben, zum Hinhören und Offen sein für das Wort Gottes und die Bereitschaft zur Umkehr, unterstreicht der Bischof in seinem Schreiben. Die Eucharistie wachen Herzens mitzufeiern, könne dann auch das Leben verändern. Sie sei die wichtigste Schule des christlichen Lebens, eine Quelle des Trostes und der Kraft, und sie ist Nahrung und Ansporn, betont Bischof Küng.

Er empfiehlt daher den Pfarren, Gemeinschaften und Klöstern, Katechesen über die Eucharistie abzuhalten, damit dieses Geheimnis des Glaubens besser erfasst und erkannt wird und dadurch die Einheit unter den Gläubigen, Priestern und Laien wachse.

Fastenhirtenbrief im Wortlaut