Willkommensfest für die Pilger

Nach einem Europäischen Abendlob im Dom zu St. Pölten gab es Freitagabend für die Gäste aus den St. Pöltner Partnerdiözesen ein Fest der Begegnung im Bildungshaus St. Hippolyt. Am Buffet konnten sich die Wallfahrer nach den Strapazen der Anreise ein wenig stärken. Anschließend präsentierten die einzelnen Gruppen mit Volkstänzen, Liedern und Musik ihre Heimat. Von den Teilnehmern eines Seminars der NÖ Vokalakademie wurden die Gäste im Festsaal des Hippolythauses musikalisch begrüßt. Durch den Abend führte der ehemalige KA-Generalsekretär Dr. Walter Feninger. Kroatische Lieder, begleitet von einer Tamburicagruppe, die Tanzlmusi aus St. Valentin, Auftritt einer Trachtengruppe aus Rumänien, ein Violin-Trio von Dvorak, dargeboten von den tschechischen Wallfahrern und ein Videofilm über Lettland - die Vielfalt der Beiträge drückte den kulturellen Reichtum der benachbarten Völker aus. Feninger wies auf die Bedeutung des Glaubens an Jesus Christus als Fundament der Gemeinschaft in dieser Vielfalt hin.


Zeugnis des Glaubens


Zeugnis vom Wachstum des Glaubens in den Ländern Mittel- und Osteuropas gab ein Ehepaar aus der Budapester Stadtrand-Gemeinde Kaposztasmegyer: Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus hatten sich in der Ortschaft ohne Kirche und Priester rund 50 Menschen entschlossen, nach dem Evangelium zu leben. Mittlerweile zählt die Pfarre über 1.000 Angehörige. Mit der Hilfe aus dem Ausland (u. a. aus der Diözese St. Pölten) konnte man mittlerweile eine Kirche und ein Pfarrzentrum errichten.


früher Start am Samstag


Das Begegnungsfest schloss mit dem gemeinsamen Schlusslied "Ubi Caritas". Allzu spät wollte es keiner mehr werden lassen, denn bis zum Aufbruch nach Mariazell blieben nur noch wenige Stunden Schlaf: Die ersten Pilgergruppen, die von St. Pölten nach Mariazell aufbrechen sind morgen, Samstag, in ihren Quartieren um 3.30 Uhr zum Frühstück angemeldet. Etwas später werden sich die ersten Busse nach Mariazell in Bewegung setzen.