Weltgebetswoche für die Einheit der Christen

Vom 18. bis 25. Jänner begehen die Christen in zahlreichen Ländern der Erde heuer die Weltgebetswoche für die Einheit der Christen. Der Gottesdienstentwurf kommt jeder Jahr aus einem anderen Land, heuer aus Irland. "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen". Dieser Satz aus dem Matthäusevangelium (18,20) steht diesmal im Mittelpunkt des Gottesdienstes. Die Christen in Irland haben in ihrer langen Geschichte immer wieder große geistige Impulse für die Entwicklung und Entfaltung des Christentums in Europe geleistet. So haben nach dem 5. jahrhundert irische Mönche das europäische Festland missioniert und im vergangenen jahrhundert hat auch die Bewegung der Legio Mariens von dort ihren Anfang genommen. Immer wieder waren die Iren ab dem 12. Jahrhundert auch den Anfeindungen und Repressalien der englischen Vorherrschaft ausgeliefert. Auch der versuch, die Iren im 16. jahrhundert zur neuen anglikanischen Kirche anzuschließen, gelang nicht. Es kam sogar zu blutigen Auseinandersetzungen, als der König mit einer rigorosen Siedlungspolitik die Ländereinen neu an Protestanten vergab. Dieser Konflikt ist bis heute in der nordirischen Grafschaft Ulster spürbar.

Ökumenische Gottesdienste

Seit 1966 wird die Gebetswoche der Christen ökumenisch begangen. Auch in der Diözese St. Pölten gibt es in einigen Kirchen, Kapellen und Pfarren ökumenische Gottesdienste.
Ein ökumenischer Gottesdienst ist in der Landhauskapelle im Regierungsviertel, und zwar am 22. Jänner um 18 Uhr mit Diözesanbischof DDr. Klaus Küng (katholisch), Superintendent Mag. Paul Weiland (evangelisch), Superintendent Lothar Pöll (methodist), Pfarrer Dr. Christian Blankenstein (altkatholisch) und Pfarrer Ljubomir Bolic (serbisch-orthodox).
Bereits am 20. Jänner findet ein ökumenischer Gottesdienst in der St. Pöltner Krankenhauskapelle statt, und zwar um 19.30 Uhr. Die Predigt hält die evangelische Pfarrerin Daniel Vögele.
In der Kapelle des Alten- und Pflegeheimes St. Louise in Maria Anzbach ist am 20. Jänner um 19 Uhr ein ökumenisches Gebet, das von der katholischen, evangelischen und altkatholischen Kirche sowie von der Baptistengemeinde getragen wird.