Wallfahrtswege sind wie Wurzeln ...

Über 160 Jugendliche aus Tschechien werden vom 17. bis 22. Mai zu Fuß zum Mitteleuropäischen Katholikentag nach Mariazell pilgern. Mit ihnen unterwegs ist auch Bischof Frantisek Lobkowicz aus der Diözese Ostrava. Die Wallfahrer werden am 17. Mai um 6 Uhr früh in Vranov von Bischof Vojteck Cikrle aus Brünn mit dem Reisesegen verabschiedet und von Bischof Frantisek Lobkowicz aus Ostrava begleitet. Ihr Weg führt über die alte Pilgerstraße nach Süden, auf der schon vor über 600 Jahren ihre Vorfahren nach Mariazell gepilgert sind.

Turmkreuz setzen in Maria Dreieichen
Am Abend des 17. Mai werden die Pilger zwischen 18 und 19 Uhr in Maria Dreieichen eintreffen. Dort wird Bischof Lobkowicz das neu renovierte Turmkreuz der Basilika segnen, das dann auf die Turmspitze aufgezogen und gesetzt wird. Anschließend feiern die jugendlichen Pilger in der Basilika die heilige Messe. Nächtigen werden die Pilger im landtechnischen Bildungszentrum Mold, wo sie auch vom Österreichischen Roten Kreuz mit Essen aus der Feldküche versorgt werden.
Wallfahrtsseelsorger P. Robert Bösner zeigt sich erfreut über die Wiederbelebung des alten Fußwallfahrtsweges zum Gnadenort Mariazell. "Wallfahrtswege sind wie Wurzeln", meint er. "Wenn ein gutes Klima herrscht, beginnt alles gleich wieder zu blühen".

Der Weg nach mariazell
Ihren nächsten Halt werden die jugendlichen Pilger in Langenlois machen, wo sie in der Gartenbauschule untergebracht sind. Vom Direktor zugesagt Abendessen und Frühstück.
Die Cityfarm der Emmausgemeinschaft in St. Pölten und das Pfarrheim sowie die Hauptschule in Türnitz sind die weiteren Stationen auf dem Weg nach Mariazell.
Neben der Gruppe aus Tschechien werden noch weitere Wallfahrergruppen zu Fuß unterwegs sein. So eine 30-köpfige Pilgergruppe aus der Pfarre Scheibbs, Seminaristen aus dem Canisiusheim Horn, die Katholische Arbeiterjugend aus Niederösterreich und eine Pilgergruppe aus Tirol.