Völkerfest trotz Wettersturz

Wolkenverhangene Berge, feiner Nieselregen, singende Wallfahrergruppen - So zeigt sich Mariazell am Tag der großen Völkerwallfahrt. Seit den frühen Morgenstunden reißt der Pilgerstrom nicht ab. Beim Morgenlob in der Basilika waren bereits zahlreiche Bischöfe aus Österreich und den Gastländern anwesend. Geleitet wurde das das Gebet von Kardinal-Staatssekretär Angelo Sodano.

Tausende Pilger geleiteten anschließend die Gnadenstatue in einer Kutsche zum Festgelände. Vor den Zugängen bildeten sich Menschenschlangen. Zu einem Gedränge kam es aber nicht. Die Menschen stimmten Lieder an, redeten miteinander, klatschten in die Hände - mit einem Wort fröhliche Stimmung.

Der Festplatz konnte dem nächtlichen Dauerregen nicht stand halten. Matschiger Boden behinderte die Wallfahrer. Festes Schuhwerk machte sich bezahlt.

Überall präsent: Sicherheitskräfte, Bundesheer, Feuerwehr und Rettung. Über dem Festgelände kreisten die Hubschrauber des Innenministeriums.

Reibungslos gestaltete sich die Abwicklung der Sonderzüge am Bahnhof St. Sebastian/Mariazell. Unter den Zugreisenden waren vor allem Pilgergruppen aus der Diözese St. Pölten. Die Busparkplätze füllten sich ab den frühen Morgenstunden. Über die B20, die Mariazeller Bundesstraße sind 670 Busse eingelangt. Die Parkplatzkapazitäten waren erschöpft. Pkws wurden abgewiesen, da wegen des Regens die vorhergesehenen Parkplätze nicht benutzbar waren und Ersatzparkplätze nicht zur Verfügung standen.