Viele positive Lebenszeichen der Kirche

7.123 Jugendliche haben im vergangenen Jahr 2005 die Firmung empfangen. "Ein Zeichen, dass der Glaube in der Bevölkerung weithin verankert ist", meint der Direktor des Pastoralamtes, Msgr. Wilfried Kreuth. Doch im selben Zeitraum haben sich 3.811 Personen als Mitglieder der Kirche abgemeldet. Dies ist gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang um mehr als 26 Prozent. 200 Personen sind wieder in die Katholische Kirche zurückgekehrt. "Daneben gibt es noch viele weitere positive und ermunternde Lebenszeichen in der Kirche, auch in unserer Diözese und in den Pfarren", weist der Direktor des Pastoralamtes hin. So haben sich erst vor wenigen Tagen über 11.000 Kinder in der Diözese für die Sternsingeraktion engagiert, sind von Haus zu Haus und von Tür zu Tür gewandert, um Menschen in der Dritten Welt zu helfen. "Ein echter Akt der Solidarität und Nächstenliebe und ein markantes Zeichen für die Lebendigkeit der Kirche und ihrer Mitglieder", unterstreicht Kreuth.

Wenn auch die Zahl der Austritte im Vergleich zum vorangegangenen Jahr zurückgegangen ist, sei "jeder einzelne Austritt dennoch ein schmerzliches Zeichen", betont Msgr. Kreuth. Einem Austritt gehe meist eine wachsende Distanz zur Kirche voraus und die Meinung, dass die Kirche im Leben dieser Menschen an Bedeutung verloren habe. Gerade dies müsse für alle engagierten Christen ein neuerlicher Anstoß sein, ihren Glauben wieder ernster zu nehmen und ihn stärker in der Öffentlichkeit zu zeigen. "Denn Kirche kann Menschen begeistern, was sich bei vielen Anlässen, wie etwa beim Weltjugendtreffen in Köln auch gezeigt hat", meint er. Von einem Großteil der Bevölkerung wird der Kirche nach wie vor viel Vertrauen entgegen gebracht. Es müsse aber "an allen Christen liegen, Priestern wie Laien, diesem Vertrauen auch weiterhin gerecht zu werden", unterstreicht Msgr. Kreuth. Dank sprach er all jenen aus, "die mit der Kirche mitleben und sich überzeugend für sie engagieren".