Unser Fasten stillt Hunger

In der Fastenaktion sind Projekte aller diözesanen Organisationen in einer einzigen Aktion zusammengefasst. Heuer werden für insgesamt 34 Hilfsprojekte in Afrika, Asien, Lateinamerika und Österreich gemeinsam Spenden gesammelt.

Unter dem Motto "Unser Fasten stillt Hunger" soll das Fastensackerl, das dieser Tage in den Pfarren ausgetragen wird oder in der Kirche aufliegt, uns daran erinnern, in den Wochen vor Ostern unseren Lebensstil zu reduzieren und uns zu gelebter Solidarität mit Notleidenden führen. "Auch eine kleine Trommel kann tausend Füße zum Tanzen bringen", betont die neu ernannte Geschäftsführerin der Fastenaktion der Diözese St. Pölten, Mag. Michaela Ehrenhauser. "Wir sind zwar eine relativ kleine Organisation, aber dafür haben wir gute Kontakte zu den einzelnen Projekten, und viele Kinder, Frauen und Männer in den ärmsten Regionen dieser Welt profitieren unmittelbar vom Fastenopfer der Menschen aus unserer Diözese."

Projektbegleitung nach Geldüberweisung

Projekte werden nicht einfach durch eine Geldüberweisung unterstützt. Projektarbeit ist eine Begleitung dessen, was Partner und Zielgruppen vor Ort umsetzen. So reiste Michaela Ehrenhauser vergangenen Sommer nach Brasilien, um sich vom sinnvollen Einsatz der Spenden und den Projektfortschritten zu überzeugen. "Seit Jahren ist die Fastenaktion ein wichtiger finanzieller Partner von verschiedenen Projekten in Brasilien, die so auf mehrere Jahre abgesichert", erklärt Ehrenhauser. "Jedes unserer Projekte dort ist auf seine Art ganz besonders wichtig für die Menschen und hilft Vorort gegen Armut und ungerechte Strukturen anzukämpfen."
Betroffen von der Situation der Menschen und der Umwelt im Amazonasgebiet, kehrte Mag. Ehrenhauser mit einem neuen Projekt zurück, das das Leben und die Ernährung der indigenen Stämme am Fluss des Xingu sichern soll. Ziel ist es, die Lebenssituation der indigenen Bevölkerung durch Selbstversorgung und schonende Nutzung der natürlichen Reichtümer zu verbessern, die kulturelle Identität wieder zu stärken und das Land vor Ausbeutung zu schützen.

"Als Bischof vom Xingu, in dessen Bistum die Völker Xipaya und Kuruaya leben, möchte ich das Projekt dem Wohlwollen der Fastenaktion empfehlen", schreibt Dom Erwin Kräutler in seiner Empfehlung, die von jedem Ortbischof vor der Bewilligung eines Projektes vom Komitee der Fastenaktion eingeholt wird. "Es geht bei diesem Projekt um eine gezielte Unterstützung dieser Völker, damit sie die in ihrem Gebiet sich befindenden Naturreichtümer nachhaltig nutzen und gleichzeitig ihr angestammtes Gebiet verteidigen können."

Jede Woche ein anderer Kontinent

Mit den Spenden der Fastenaktion werden heuer insgesamt 34 Projekte auf 4 Kontinenten unterstützt, davon 6 in Afrika, 15 in Asien, 7 in Lateinamerika und 6 in der Diözese St. Pölten selbst. In den vier kommenden Wochen werden auf der Diözesanseite einzelne Projekte aus jedem Kontinent exemplarisch vorgestellt.

Gerne können Sie auch direkt auf das Konto der Fastenaktion einzahlen:
Raiffeisenbank Region St. Pölten, BLZ 32585, Konto-Nr. 1.200.666 lautend auf "Fastenaktion"