Umdenken - Fastenausstellung in St. Pölten

Kirche und Kunst seien wichtige Partner, weil sie sich beide mit Themen befassen, die das Begreifliche übersteigen. So Bischof DDr. Klaus Küng bei der Eröffnung der "Fastenausstellung" zeitgenössischer Künstler im Sommerrefektorium des Bistumsgebäudes. Die Ausstellung ist bis 9. März jeweils an Sonntagen von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Die Ausstellung zeigt Werke bildender Künstler und Künstlerinnen zum Thema "umdenken" sowie literarische Anmerkungen und Texte zu einzelnen Bildern. Etwa 50 Werke, vornehmlich von St. Pöltner Künstlern, sind diesmal im Sommerrefektorium zu sehen. Die Auswahl der Künstler und ihrer Werke haben die Galeristinnen Dr. Ursula Fischer und Renate Minarz getroffen. "Es zeigt sich, wie verschieden Künstlerinnen und Künstler an dieses Thema herangehen", erklärte Ursula Fischer. Gerade die abstrakte Kunst sei bestrebt, zum Wesentlichen hinzuführen. Dies könne manchmal auch das einfachere sein, wie in manchen Werkstücken zu sehen sei, so die Expertin.
Der Göttweiger Kunsthistoriker Univ. Prof. Dr. Gregor Lechner merkte in seinen Ausführungen an, dass Künstler bereits seit geraumer Zeit zu "einer Reform einer Idee" unterwegs seien. Publikum und Kunst würden heute zusehends auseinanderdriften. Das Publikum brauche eine neue visuelle Sensibilität und auch die Künstler müssen in Richtung Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit umdenken. Ihre Überzeugungskraft müsse aus dem Substantiellen kommen, betonte der Kunsthistoriker.

Katalog zur Ausstellung

Zur Ausstellung ist auch ein Katalog erschienen. Der Titel der Fastenausstellung "umdenken" sei nicht nur ein Wort, sondern "ein Ansatz sich zu besinnen, um aus dem Überfluss wieder dorthin zu kommen, wo das Ursprüngliche, Wichtige unseres Lebens beginnt", schreiben die Ausstellungskuratorinnen im Vorwort. Die Kunst sei dabei ein "wunderbares Medium", immer wieder an den Kern der Seele zu kommen.

Die Ausstellung wird bis 9. März jeden Sonntag von 9 nbis 13 Uhrgeöffnet sein. Gruppen sind auch an Wochentagen willkommen. Anmeldung im Diözesanmuseum unter Tel. 02742/324-331.

Am Donnerstag, dem 28 Februar gibt es um 12.30 im Rahmen der "Mittagsblickpunkte" eine Führung durch die Ausstellung mit Diözesankonservator Dr. Johann Kronbichler und Dr. Doris Kloimstein.
Am Sonntag, 2. März führen die Galeristinnen Dr. Ursula Fischer und Renate Minarz durch die Ausstellung.