"Tragt brennende Leuchter im Herzen!"

Mit Weißenkirchen/Perschling begann Diözesanbischof DDr. Klaus Küng am 9. April seine Pfarrvisitationen, die ihn heuer in insgesamt 16 Pfarren führen werden. In allen Pfarren finden Pfarrfirmungen statt sowie Begegnungen mit dem Pfarrkirchenrat, dem Pfarrgemeinderat und mit anderen kirchlicher Einrichtungen und Organisationen. Von einer großen Menschenmenge wurde Bischof DDr. Klaus Küng bereits am Ortseingang von Weißenkirchen empfangen. Neben Pfarrer Johannes Schörgmayer und Dechant Mag. Franz Schabasser, weitern Priestern aus dem Dekanat sowie der stellvertretenden Obfrau des Pfarrgemeinderates Eva Anderluh, wurde der Bischof von Bürgermeister Reinhard Breitner begrüßt. In einem Oldtimer-Konvoi wurde der Bischof und die Firmlinge zur Pfarrkirche geleitet.


"Wir wollen beten, dass ihr eine lebendige Gemeinde seid und Christus in eurer Mitte bleibt", sagte der Bischof in seiner Begrüßung. Es sei wichtig im Leben, das Wesentliche zu finden. In seiner Predigt fragte er dann die anwesenden Firmlinge, was die Firmung eigentlich bedeute. Der Bischof erläuterte ihnen den Sinn der Handauflegung und der Salbung mit Chrisamöl. "Eine solche Salbung bedeute immer eine Verbundenheit mit Christus", unterstrich der Bischof und wies hin, dass Priester und einst auch Propheten und Könige gesalbt wurden. Die Bedeutung der Firmung liege darin, dass "der Heilige Geist ein Licht entzündet, damit man Christus verstehen und auf das eigene Leben anwenden kann", erklärte Bischof Küng. Der Heilige Geist helfe, wenn man ihn darum bitte, den richtigen Weg im Leben zu erkennen. Diese "Hilfe von oben" sei auch im Alltag stets wichtig. Durch diese Firmung, so Bischof Küng weiter, erhalte der Christ die Grundlage, in Verbundenheit mit Gott zu leben. Doch nur dann, wenn man sich ständig darum bemühe, werde auch der Same des Glaubens auch aufgehen, sagte er. Daher müsse man ständig den Kontakt mit Gott suchen und zu ihm zu beten.


Der Bischof zeigte sein Anliegen den Jugendlichen an einem Beispiel auf: was nütze der beste Computer und die besten Programme, wenn man sie nicht verwende. Sie zu verwenden bedürfe es der Energie und der ständigen Wartung und Erneuerung dieser Grundlagen. Manche, so der Bischof, gleichen einem Menschen, der eine fantastische Ausrüstung habe, diese aber nicht verwende. "Sie sind wie Leuchten, in denen kein Licht brennt, weil der Strom nicht fließt", wies er hin. Die jugendlichen Firmlingen und allen Anwesenden rief der Bischof abschließend auf, "brennende Leuchter im Herzen" zu tragen.


24 Buben und Mädchen erhielten im Rahmen der Pfarrvisitation in Weißenkirchen das Sakrament der Firmung.


Die weiteren Pfarrvisitationen in der Diözese