Theresienfest im Karmel Jeutendorf

„Therese ist eine von euch – eine Jugendliche“. So begrüßte die Priorin Mutter Margarita aus dem Karmel Maria Jeutendorf die 70 Jugendlichen aus Oberösterreich, die heuer zum Theresienfest gekommen waren. Dabei konnten die Jugendlichen viel über das Leben im Karmel erfahren und über ihre eigene Berufung in der Welt nachdenken. Gemeinsamkeit und persönlicher Ausdruck prägten die Atmosphäre dieses Festes. Besonders deutlich wurde das beim spontanen Musizieren mit Gitarren, Geigen, Querflöte, Trommeln oder der Tamburin. Beim Singen und Tanzen, sowohl beim Fest als auch bei der abschließenden Agape, kam Stimmung auf, die bei manchen Assoziationen mit einer Disco weckte.
Meditative Impulse von Mutter Margarita zeigten den „Zuspruch Thereses“ in unsere Zeit auf. Die Jugendlichen hatten Gelegenheit über die Worte Thereses für ihr Leben heute nachzudenken. In acht Gruppen, die jeweils von einer Karmelitin begleitet wurden, konnten die Jugendlichen dann darüber sprechen. Dabei kamen vor allem Fragen nach dem Wirken Gottes in unserem Leben und Fragen über wegweisende Ereignissen im Lebens zur Sprache.
Die Jugendlichen konnten ebenso erfragen, wie eine Karmelitin lebt und warum sie in dieses Kloster eingetreten sei. Sr. Dorothea aus dem Karmel meinte: „Ich bin sehr dankbar, dass mich Gott hierher gerufen hat.“ Am Leben im Karmel schätze sie besonders die zwei Stunden am Tag, die ausschließlich der Ausrichtung auf Gott gewidmet sind. Darüber hinaus die tägliche Eucharistiefeier und das gemeinsame Beten von Psalmen und Texten aus der Bibel.
Wichtig seien auch die Rekreation, die gemeinsame Erholung am Abend sowie die gemeinsamen Mahlzeiten in Stille, die die Aufmerksamkeit füreinander fördern. Zum Tagesablauf gehört auch täglich eine Stunde sportliche Aktivität und eine Stunde für religiöse Literatur.