Tausende Kerzen leuchten für Menschen in Not

2.500 Kerzenlichter funkelten am Freitag, dem 16. November am St. Pöltner Rathausplatz unter dem winterlich bedeckten Himmel. Die flackernden Lichter deuteten ein Herz an sowie den Schriftzug "Caritas hilft". "Wir haben hier sichtbar gemacht, dass in Niederösterreich keine herzlosen Menschen leben", erklärte Caritasdirektor Mag. Friedrich Schuhböck und verwies auf die Spenden zur Unterstützung der Armen unserer Gesellschaft. Zum 800. Geburtstag der heiligen Elisabeth von Thüringen, der Patronin der Caritas, gedachten hunderte Menschen dieser Frau, die sich in ihrem Leben ganz für Arme und Benachteiligte der damaligen Gesellschaft eingesetzt hat. Schulklassen und Firmgruppen halfen beim Aufstellen der 2.500 Topfkerzen, die Licht und etwas Wärme in die dunkle Winternacht tragen sollten. Das BORG St. Pölten besorgte die musikalische Umrahmung.

Bürgermeister Mag. Matthias Stadler und Caritasdirektor Mag. Friedrich Schuhböck entzündeten die Kerzen, wobei sie von zahlreichen CaritasmitarbeiterInnen, Jugendlichen und Kindern unterstützt wurden.

"Wir wollen mit diesen Kerzen zeigen, dass es Armut überall gibt, auch mitten in unserer Stadt und in allen Facetten", sagte Bürgermeister Stadler und bedankte sich bei der Caritas, die mit ihren Einrichtungen der Stadt helfe, der Armut zu begegnen. Diese flackernden Kerzen, die im Wind immer wieder ausgehen, seien ein Symbol für unsere Gesellschaft, wies Stadler hin. Immer wieder müssen Menschen dort ein Licht zu anzünden, wo es dunkel und kälter wird.
Caritasdirektor Mag. Schuhböck unterstrich die Notwendigkeit, dort solidarisch zu sein, wo Menschen dies zum Überleben brauchen. Auch Weihbischof Dr. Anton Leichtfried war auf den Rathausplatz gekommen, um an der Caritasaktion teilzunehmen. Bei der anschließenden Gedenkmesse im Dom rief er auf, jener Menschen zu gedenken, "die es nicht warm haben, weder im Haus noch in den Herzen". Die Armen waren auch "die ersten Adressaten und Ansprechpersonen Jesu", betonte er. Und auf die Heilige Elisabeth verweisend, sagt er: "für Elisabeth war Caritas und Nächstenliebe ein Lebensprogramm, das sich trotz ihres kurzen Lebens bis in unsere Tage auswirkt.