Sternsingertreffen in Wieselburg

Eisig, kalt und feucht hatten es heuer die Hl. Drei Könige auf ihrem Weg von Haus zu Haus. 11.500 Kinder waren in der Diözese St. Pölten im Dienste der guten Sache unterwegs, verkündeten die Botschaft von der Geburt des Herrn und sammelten für Notleidende auf aller Welt. Als kleines Dankeschön für ihren Einsatz lud die Katholische Jungschar die fleißigen Sternsinger am Samstag, dem 7. Jänner 2006 zu einem Treffen in die Europahalle am Wieselburger Messegelände. Pfarrer Peter Bösendorfer feierte mit den über 300 TeilnehmerInnen einen Gottesdienst in der Messehalle. Für die musikalische Gestaltung sorgten die "Tonartisten" aus Steinakirchen.

"Sternsinger bezeugen Frieden und Gerechtigkeit"

"Wo Menschen sich aufmachen, um zu helfen, finden sie Jesus", so der Seelsorger zu den Buben und Mädchen. Die drei Weisen haben mit Jesus einen ganz anderen König gefunden als sie vielleicht erwartet hätten, verdeutlichte Bösendorfer im Predigtgespräch mit den Kindern die Armut des Jesuskindes. Als Christen wären wir aufgerufen es Jesus gleich zu tun - Frieden und Gerechtigkeit zu bezeugen und Menschen zu helfen, denen es nicht so gut geht. Genau diesem Auftrag kämen die Sternsinger mit der Verkündigung der frohen Botschaft von Jesu Geburt und dem Sammeln von Geld für Menschen in Not nach.

Vergangenes Jahr brachten es die Sternsinger in der Diözese St. Pölten auf 1,2 Mio. Euro. Gudrun Langmann, Leiterin der Dreikönigsaktion bei der Kath. Jungschar hofft wieder auf ein gutes Ergebnis: "Einige Gruppen sind noch unterwegs. In einigen Wochen wissen wir mehr." Unterstützt wird 2006 schwerpunktmäßig die Friedensarbeit mit Kindern und Jugendlichen in Kolumbien, die in bürgerkriegsähnlichen Verhältnissen aufwachsen müssen.

Der Sinn der Dreikönigsaktion dürfe aber nicht nur aufs Spendensammeln reduziert werden, betont Langmann. Dem Sternsingen liege nach wie vor der Gedanke zugrunde, die Friedens- und Segenswünsche zu den Menschen zu bringen. Damit die Buben und Mädchen auch etwas Gutes zurückbekommen, gibt es seit einigen Jahren das Sternsingertreffen. "Wir wollen den Kindern die Möglichkeit bieten, das Weltumspannende zu erfahren", sagt Langmann.

Die Kinder haben es genossen: bei den verschiedensten Workshops wie Gewürzmandalas, Trommeln oder Sorgenpüppchen basteln, Lebkuchensterne verzieren, Bauchtanzen lernen, Teesorten verkosten, Mode aus Abfall kreieren Fladenbrot backen oder beim Fair-Trade Schokolade-Quiz. Zur Stärkung gab es Würstel und Orangeade.

Beim Abschlussevent am Nachmittag kam auch die Mitmach-Geschichte zu einem guten Ende: Der "verloren gegangene Stern" konnte wieder zusammengesetzt werden. Hatte ihn doch ein vierter König den drei Weisen entwenden wollen und ihn dabei in Stücke gebrochen. Bei einer Rätselrallye durch die einzelnen Workshopstationen konnten die Kinder durch das Lösen eines Rätsels die einzelnen Teile wieder zusammenfügen.

Als kleines Dankeschön gab es für jeden Teilnehmer beim Sternsingertreffen 2006 ein Glaskreuz zum Umhängen.

11.500 Sternsinger unterwegs