Sternsinger besuchten die Bischöfe

Die Sternsinger der Dompfarre St. Pölten besuchten mit ihrem Begleiter Peter Herzog am Dreikönigstag, dem 6. Jänner auch die Bischöfe DDr. Klaus Küng und Dr. Anton Leichtfried. Sie überbrachten ihre Botschaft im Sommerrefektorium des Bistumsgebäudes. In der Dompfarre waren 24 Kinder mit 14 Begleitpersonen unterwegs, um für die Anliegen der Sternsingeraktion zu sammeln. Im gesamten Diözesangebiet haben 11.500 Mädchen und Buben für über 500 Projekte in den Entwicklungsländern gesammelt. Im vergangenen Jahr haben sie über 1 Million Euro für die Not- und Aufbauhilfe in Lateinamerika, Afrika und Asien aufgebracht. In ganz Österreich waren es über 13 Millionen Euro.

Die Gelder werden unter anderem für die Indios im Amazonasgebiet verwendet, um ihren Lebensraum gegen die Profitgier großer Konzerne zu verteidigen. Diese vertreiben die ansässigen Bauern, um den Regenwald systematisch zu roden. Ein weiteres Projekt ist, den Menschen in den Slums von Brasilien das Überleben zu sichern. Die Abwanderung aus den ländlichen gebieten in die Städte ist eine Folge zunehmender Trockenheit und ungerechter Landverteilung auf diesem Kontinent.

Bereits in seiner Predigt beim Gottesdienst in der Domkirche hat Bischof DDr. Klaus Küng auf die Bedeutung der "drei Weisen aus dem Morgenland" für heute hingewiesen. Sie seien ein Ausdruck jener Berufung, die Gott jedem Menschen in die Wiege gelegt habe. In jedem Menschen wohne diese Sehnsucht, sagte er. Es solle daher auch jeder aus einem Leben der Gottferne und Bequemlichkeit aufbrechen und sich auf den Weg zur Krippe, zu Jesus, dem menschgewordenen Gott machen. Alle seien eingeladen, diesem Kind und seiner Mutter persönlich gegenüber zu treten, sagte er.