Bischof beim Minitag 2019
Weihbischof Anton Leichtfried bei der Karfreitagsliturgie
Familien
Ferien-Kinderlager
Pilgern im Sommer
Kräuterbuschen zu Mariä Himmelfahrt
 
 

Sri Lanka - ein Land in Trauer

Sri Lanka ist heute ein Land in Trauer. Weit über 25.000 Tote werden befürchtet, hunderttausende sind obdachlos geworden, viele Menschen werden noch vermisst. Sri Lanka ist auch ein "Projektland" der Sternsingeraktion. Die "Drei Könige" wollen mit der Sternsingeraktion helfen. Hunderttausende Menschen in Sri Lanka sind obdachlos geworden, viele Menschen werden vermisst, ohne dass es eine Spur von ihnen gäbe. Dies berichtet Father Firth, Projektpartner der Dreikönigsaktion in Sri Lanka. Er ist der ehemaliuge Direktor der nationalen Caritas in Sri Lanka und leitet derzeit das "Center for Siciety and religion". Ungezählte und unidentifizierte Leichen werden in Massengräbern beerdigt.


Eine Flutwelle, ein sogenannter "Tsunami", traf am 26. dezember um 8:30 Uhr mit einer Geschwindigkeit von 540 km/h auf die Ostküste Indiens und auf die Ost-, Süd- und Westküste Sri Lankas. Die Zerstörungskraft dieser Killerwelle soll mit der 100.000fachen Kraft der Atombombe von Hiroshima unsere Küsten erreicht haben.


Am meisten betroffen sind Frauen und Kinder, die nicht in der Lage waren, auf Gebäude und Bäume zu klettern oder nicht schwimmen konnten. Ein ganzer Zug mit über 1.000 Passagieren wurde von den Fluten einfach mitgerissen. Der Zug und die Gleise waren nur mehr verbogenes Metall, schildert Father Firth. Busse wurden mitgerissen, als wären sie kleines Plastikspielzeug. Über 200 ausländische Touristen wurden von den Fluten mitgerissen. Viele Menschen, die gerade die Sonntagsmessen in den Kirchen entlang der Küste besuchten, wurden vom Hochwasser aus den Kirchen hinausgespült und sind verschwunden. "Wir hatten nie eine solch gewalttätige zerstörerische Naturkatastrophe in der bisherigen Geschichte Sri Lankas", sagt Firth.


Über 30 Personen, die mit uns im Osten Sri Lankas am Aufbau des Friedensprozesses in den Jahren seit dem Waffenstillstand gearbeitet haben, sind gestorben. Die, die überlebt haben, haben ihr Zuhause verloren. Sie leben jetzt auf der Straße oder in provisorischen Flüchtlingslagern. Nach all diesen Nachrichten ringe ich mit dem Sinn von "Leben" und "Wiederaufbau von Lebensbedingungen".


"Was am meisten gebraucht wird, sind Decken für die Notunterkünfte, Medikamente - speziell für die Kranken und Verletzten und zur Prävention von Seuchen - und sauberes Trinkwasser. Unser ganzes Team in allen Landesteilen arbeitet an der Organisation von Hilfsmaßnahmen und Rehabilitation der Flutopfer. Jede Unterstützung ist uns willkommen". So Father Firth über die aktuelle Lage auf der Insel.


Dreikönigsaktion trauert - Mitarbeiter von Projekten gestorben oder vermisst
Aus leider aktuellem Anlass sammeln die Sternsinger heuer auch für die Menschen in Sri Lanka. Viele Hilfsprojekte der Dreikönigsaktion sind massiv betroffen, MitarbeiterInnen der Hilfsprojekte und viele der sonst beteiligten Menschen sind gestorben oder werden vermisst.
Die Ostküste Sri Lankas, wo die Hilfsprojekte laufen, hat durch die Katastrophe dramatischen Schaden erlitten, der zur Zeit noch gar nicht absehbar ist. Noch immer fehlen sichere Nachrichten und TV-Bilder.
Von unseren ProjektpartnerInnen kommt der dringende Hilferuf, den Betroffenen zur Seite zu stehen. Die "Hilfe unter gutem Stern" leitete Sofortmaßnahmen über die Projektpartner ein. Die Versorgung mit sauberem Trinkwasser, Zelten, Lebensmitteln und Medikamenten für die obdachlos gewordenen Menschen muss gewährleistet werden. Zusätzlich werden die Überlebenden unterstützt, den Schock und die Trauer zu bewältigen.