Sportler radeln für Florian

Zum Gedenken an den Heiligen Florian, die vor 1.700 Jahren den verfolgten Christen in Enns von St. Pölten aus zu Hilfe eilte, treten am 6. Juni auf demselben Weg niederösterreichische Sportlerinnen und Sportler in die Pedale. So die Jugend-Europameisterin Joana Stadler.
Doch jeder kann mit dabei sein, denn Startpunkte sind in St. Pölten Pöchlarn, Seitenstetten und St. Valentin. Die "mitradelnden" Sportlerinnen und Sportler sind die österreichischen Jugend- und Staatsmeisterinnen in Karate, Corinna Glück und Eva Thajer, die Gojo Ryu-Jugendeuropameisterin Joana Stadler, die Mädchen der Kunstturngruppe des Turnleistungszentrums St. Pölten sowie die jungen Fußballtalente des Bundesnachwuchszentrums St. Pölten. Beim Start mit dabei auch LAbg. Martin Michalitsch. Zu dieser Rad-Solidaritätsfahrt am 6. Juni von St. Pölten haben die Katholische Männerbewegung der Diözese, das Referat Kirche und Sport, das Land Niederösterreich, der Sportunion und der Landesfeuerwehrverband geladen. Das Verhalten des heiligen Florian, für andere einzutreten, ist auch der Grundgedanke, dem diese Aktion unter dem Motto "Florian entflammt" gewidmet ist. Gerade die 94.000 Feuerwehrmänner und -frauen in Niederösterreich haben eine ganz besondere Beziehung zum heiligen Florian als ihren Patron.

Gemeinschaft erleben

Werte wie Solidarität, Bewegung und christliches Weltbild seien auch die ideelle Grundlage für die 750 Mitgliedsvereine und 145.000 Mitglieder der Sportunion in Niederösterreich, erklärte der Landesgeschäftsführer der Sportunion Niederösterreich, Friedrich Manseder. Radfahren sei eine ideale Möglichkeit, das Gemeinschaftsgefühl zu erleben. So stellt die UNION Radclub Wilhelmsburg für die Solidaritätsfahrt von St. Pölten nach Enns einen Begleitbus für Notfälle und kleinere Reparaturen.

Solidaritätsfest zum Abschluss

Die Solidaritätsfahrt wird an vier Orten, in St. Pölten (120 Kilometer), Pöchlarn (75 Kilometer), Seitenstetten (32 Kilometer) und St. Valentin (3 Kilometer) gestartet. Werden ab St. Pölten vor allem aktive Sportler teilnehmen, so werden es beim kürzesten Weg vor allem Familien mit Kindern sein, meint Organisator Josef Muhr. Insgesamt erwarte er 2.000 Teilnehmer an dieser Rad-Solidaritätsfahrt. Die erste Etappe bis Melk werde auf der Bundesstraße geführt und ab Melk am Donau-Radweg bis nach Enns-Lorch, wo um 14 Uhr ein buntes Fest mit den "Bluatschink" und einem Kinderprogramm stattfindet. Zudem wird es ab St. Pölten einen kostenlosen Shuttlebus geben. Für die Rückfahrt steht um 17.08 Uhr ein kostenloser Rad-Tramper-Zug zur Verfügung, für den man sich allerdings anmelden muss.

Solidarbeitrag

Jeder Teilnehmer kann für die Fahrt einen freiwilligen "Solidaritätsbeitrag" mit Eintritt in Enns zur Schlussveranstaltung und einem hochwertigen T-Shirt um 10 Euro erwerben. Der Erlös kommt einem Fonds zur Unterstützung von Angehörigen der im Einsatz verunglückten Feuerwehrleute und der mobilen Caritas-Hilfe zugute. Für die Starter aus St. Pölten übernimmt das Land Niederösterreich die Kosten für den Solidaritätsbeitrag.