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SOMA-Markt für kleine Taschen

Als Billigpreisgeschäft für einkommensschwache Personen hat der Sozialmarkt "SOMA" in der St. Pöltner Linzerstraße eröffnet. In Beisein von Landesrätin Dr. Petra Bohuslav, Bürgermeister Mag. Matthias Stadler und dem stellvertretenden Geschäftsführer des AMS NÖ, Mag. Karl Fakler, nahmen Bischof DDr. Klaus Küng und der evangelische Superintendent Mag. Paul Weiland die Segnung der neuen Räumlichkeiten vor. Uneigennützigkeit gehöre wesentlich zum Wirtschaftsleben und sollte zu einer Unternehmenskultur ausgebaut werden, sagt der Geschäftsführer von SOMA St. Pölten, Dr. Walter Feninger. So stellen derzeit über 30 Firmen dem SOMA-Markt Produkte zur Verfügung, die sonst entsorgt werden müssten. Etwa, weil sie aufgrund von Verpackungsfehlern oder jahreszeitabhängig nicht mehr verkauft werden können oder eine zu kurze Lagerzeit haben.
Menschen, die weniger als 699 Euro im Monat zur Verfügung haben, erhalten einen "Einkaufspass" für den SOMA-Markt. Mit diesem können sie bis zu dreimal in der Woche und jedes Mal bis zu einem Preis von 10 Euro im SOMA-Markt einkaufen.


Bisher haben über 250 Personen einen Einkaufspass erhalten. Im Jänner wurden 630 Einkäufe getätigt, mit einer durchschnittlichen Einkaufssumme von 4,97 Euro. Der tägliche Bedarf an Brot ist von 5 Kilogramm seit der Eröffnung Mitte November auf 50 Kilogramm Anfang Februar gestiegen. "Ein Zeichen, dass dieser Markt notwendig ist", meint Feninger.


Landesrätin Dr. Petra Bohuslav lobt, dass durch diese Initiative von SOMA die Lebensmittel wieder "ihre natürliche Wertigkeit erhalten", indem sie nicht vernichtet werden, sondern Menschen zugute kommen. Immerhin gebe es in Niederösterreich 13.000 Sozialhilfeempfänger, 1.700 davon in St. Pölten.
Mag. Fakler lobt die doppelte Effizient von SOMA. "Hier gibt es einfache Kosten, aber doppelten Nutzen". Denn auch die Verkäuferinnen und Angestellten von SOMA wurden über das Arbeitsmarktservice vermittelt: "Da wurden zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen", unterstrich er.
Bürgermeister Stadler dankte allen Mitarbeitern von SOMA und dabei vor allem der Emmausgemeinschaft, die daran arbeiten, das soziale Netzwerk in der Landeshauptstadt noch enger zu knüpfen. Er rief die Politiker auf, alles daran zu setzen, dass diese Einrichtung von SOMA nur in Ausnahmefällen in Anspruch genommen werden müssen.


SOMA St. Pölten


geöffnet:
Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag: 10 bis 15 Uhr,
Dienstags 12 bis 17 Uhr und Samstags 10 bis 13 Uhr.


für Menschen mit Nettoeinkommen bis 699.- Euro im Monat
(Zwei-Personen-Haushalt: bis 1.087 Euro, für jedes weitere Kind 70 und für jeden Erwachsenen 100 Euro mehr)