Schwarzfahren verboten!

Dr. Emeka Emeakaroha, derzeit Kaplan in Obergrafendorf bei St. Pölten stammt aus Nigeria Er kam im Sommer 1995 nach Österreich. Nach einem seiner ersten Deutschkurse las er erschrocken in der Wiener U-Bahn eine Anzeige: "Schwarzfahren verboten!" Emeka wollte es aber genau wissen. Im Deutschkurs am Goetheinstitut haben Emeka und sein Freund Sabinus gerade gelernt: schwarz bedeutet auch dunkelhäutig und wird für Afrikaner verwendet. Er nahm sein Wörterbuch heraus und verglich die Buchstaben: Da steht wirklich Schwarz-fahren-verboten! Verwirrt und voller Angst traute er sich nicht, in den nächsten Zug einzusteigen. Beim übernächsten fasste er allen Mut zusammen und stieg Richtung Westbahnhof ein. Zurück in St. Pölten schildert er sein Erlebnis den Studienkollegen im Priesterseminar und meinte, wie ausländerfeindlich doch die Österreicher seien, da es in Wien für Afrikaner sogar verboten sei, mit der U-Bahn zu fahren. Diese brachen in Gelächter aus und klärten ihn auf, was mit "Schwarzfahren" wirklich gemeint ist.

Diese und ähnliche Erlebnisse und Geschichten hat Dr. Emeka Emeakaroha in einem Buch mit 172 Seiten nun zusammengeschrieben: "Erfahrungen eines Afrikaners in Österreich".
Das Buch ist um 15.- Euro zuzüglich Portokosten im Behelfsdienst des Pastoralamtes der Diözese St. Pölten, erhältlich.
3101 St. Pölten, Klostergasse 15, geöffnet Mo- Do 8-12 und 13 - 16 Uhr, Tel. 02742/398-315 u. 316, Mail

Mit dem Kauf des Buches unterstützen Sie auch ein Projekt für Behinderte in Umunohu in Nigeria, der Heimat von Emeka Emeakaroha.

Homepage von Kpl. Dr. Emeka Emeakaroha