Schüler erforschen die Bibel

Über eine Woche lang haben sich die Schülerinnen und Schüler des Bundesrealgymnasiums und Bundesoberstufenrealgymnasiums (BORG) St. Pölten auf den Weg gemacht, in verschiedenen Fächern die Bibel „mit allen Sinnen“ zu erforschen. 20 Lehrerinnen und Lehrer haben sich an diesem Projekt beteiligt. Begleitend war im Festsaal die erlebnisorientierte Ausstellung „Expedition Bibel“ zu besichtigen. In einem Abschlusseventpräsentierten die Schülerinnen und Schüler am vergangenen Freitagabend die Ergebnisse der Workshops, vor allem aus den Fächern bildnerischer Erziehung und Musik. Prälat Johannes Oppolzer und Mag. Paul Ablasser, Religionslehrer an der HTL St. Pölten lasen Stellen aus der Bibel vor. Prälat Oppolzer erläuterte seine Texte mit persönlichen Worten und Paul Ablasser zitierte aus die Wiener Mundartversion der Bibel „Da Jesus und seine Hawara“ von Teuschl. Passende Lieder mit biblischen Inhalten, dargebracht von den Oberstufen- und Unterstufenchören unter Professoren Erich Schwab und Notburga Gösswein ergänzten die Lesungen aus der Bibel. Die musikalische Palette reichte von Liedern und modernen Songs wie „Seid nicht besorgt um euer Leben …“ bis „O happy day“.

„Wir haben versucht, in die Welt der Bibel einzutauchen, sie zu erfassen und mit allen Sinnen zu bereifen“, sagte die Initiatorin und Religionslehrerin Mag. Angela Lahmer-Hackl.
Vorträge über „Apokalypse in der Bibel“ bis zur Gegenwart oder auch über das Leben des Apostels Paulus ergänzten die Workshops. In bildnerischer Erziehung haben Schülerinnen und Schüler begonnen, eine „Schulbibel“ zu gestalten. Sie haben biblische Lieblingstexte bildnerisch dargestellt und auf Holzschnitte übertragen. „Manche Bilder stellten den Satz aus der Bibel einfach nur dar, andere interpretieren ihn oft auch sehr kritisch“, erläuterte Cornelia Rosenkranz aus der achten Klasse.

Auch Direktor Mag. Johann Angerer zeigte sich von diesem Projekt begeistert. Vor allem die Zusammenarbeit über die einzelnen Fächer hinweg habe gezeigt, dass dieses Projekt von allen mitgetragen wurde, sagte er. Immer wieder haben sich Schülerinnen und Schüler zur Ausstellung begeben, um sich zu informieren oder noch einiges zu ergänzen.