Schiffswallfahrt nach Maria Taferl

An die 1.000 Pilger nahmen bei strahlendem Wetter an der zweiten Donauwallfahrt am 17. September von Marbach nach Maria Taferl teil. Unter ihnen 300 Bürgermeister und Gemeindemandatare auf Einladung des NÖ. Gemeindevertreterverbandes. 300 Personen waren von Melk mit der MS Austria der Firma Brandtner angereist. Mit an Bord der MS Austria der Generalvikar Prälat Leopold Schagerl, der an der Anlegestelle in Marbach auch die Schiffsegnung vornahm, Abt Mag. Georg Wilfinger vom Stift Melk, der Generaldirektor der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien, Mag. Erwin Hameseder, ORF-Landesdirektor Norbert Gollinger, Bezirkshauptmann von Melk Dr. Elfriede Mayrhofer, NR Herta Mikesch und Landtagsabgeordneter Karl Moser.

Mit der Blaskapelle Marbach wurden die Wallfahrer bei der Anlegestelle an der Donau herzlich empfangen. Nach einer kurzen Pause nahmen die Pilger den Aufstieg über die Straße nach Maria Taferl in Angriff. Wallfahrtslieder und Gebete begleiteten die Pilger auf ihrem eineinhalbstündigen Weg.
Vor der Basilika segnete Generalvikar Schagerl das neue Turmkreuz, das durch einen Blitzschlag beschädigt worden war und nun wieder repariert wurde. Die Kosten hat Raiffeisen übernommen, wies der Generaldirektor der Raiffeisen-Holding Niederösterreich Wien, Mag Erwin Hameseder hin. Von insgesamt 3 Millionen Euro, die für die Gesamtrenovierung der Basilika veranschlagt sind, wurden bisher 1,2 Millionen verbraucht. Allein durch den "Verein zur Erhaltung der Basilika Maria Taferl" konnten bisher dazu 300.000.- Euro aufgebracht werden. Damit werden die Beiträge, die die Pfarre und die Diözese neben den Zuwendungen des Landes und Bundes aufzubringen hat, unterstützt. In drei Wochen werde bereits mit dem Zusammenbau des Hochaltares begonnen, sagte Hameseder. Damit liegen die Restaurierungsarbeiten im Zeitplan, um rechtzeitig zum großen Jubiläumsjahr 2010 fertig gestellt zu sein.
Ein weiteres Highlight des Tages: die Bürgermeister und Gemeindemandatare, die an der Wallfahrt teilgenommen haben, überreichten dem Verein für die Renovierung 26.000.- Euro als Spende.

Mit der Vortragestatue zog die Pilgergruppe in die Basilika zum Gottesdienst. Schon bei der Einleitung wies Prl. Leopold Schagerl auf die Symbolik einer Wallfahrt hin. Sie sei ein Zeichen des Lebens, das auf ein Ziel hin orientiert sei, sagte er. "Wir haben beim Aufstieg auch unsere menschlichen Kräfte einsetzen müssen, um zu diesem Ziel zu gelangen".
In der Predigt rief Generalvikar Schagerl die Gläubigen auf, die eigenen Vorstellungen von Jesus zu überprüfen und verwies dabei auf Maria. Sie habe Jesus nicht um etwas gebeten und Jesus gesagt, was er tun soll, sondern alles dem Herrn überlassen. Die sei ihre bleibende Grundhaltung gewesen, von der Verkündigung in Nazareth bis zur Schmerzensmutter unter dem Kreuz. Maria sei das Sinnbild für die liebende Fürsorge und Herzensgüte, sagte Prl. Schagerl. Sie begleite uns "auf der Pilgerschaft unseres Lebens". "Mit unserer Freude, unserem Glück und unseren Anliegen dürfen wir uns ihr anvertrauen und sie sagt uns: was er, Christus, euch sagt, das tut".

Nach dem Gottesdienst gab es für die Anwesenden vor der Kirche eine kleine Agape mit Brot und Wein, während Mitarbeiter der Firma Zambelli das neue Turmkreuz "steckten".