Renovierung der Basilika Maria Taferl geht zügig voran

"Die Renovierungsarbeiten sind mit großem Einsatz umgesetzt worden", beurteilte Bischof DDr. Klaus Küng die bisherigen Arbeiten in der Basilika Maria Taferl bei der 5. Kuratoriumssitzung am 1. Februar. "Die Votivgaben in der neu renovierten Schatzkammer zeigen die Liebe der Bevölkerung zu Maria Taferl im Laufe der Jahrhunderte auf". Die Schatzkammer wird am 11. April feierlich wiedereröffnet werden. Im Zuge der Restaurierung der Schatzkammer werden auch das gesamte Inventar der Schatzkammer sowie der gesamte umfangreiche Paramentenbestand inventarisiert. Gleichzeitig mit der Eröffnung der Schatzkammer wird ab 12. April im ehemaligen Oratorium die Sonderausstellung "Die Votivgaben des Kaiserhauses" gezeigt.

Der Hauptteil der Renovierungsarbeiten im vergangenen Jahr betraf den Kuppelraum der Basilika mit den Deckenfresken von Antonio Beduzzi und seiner Werkstatt, die vergoldete Kanzel und die beiden Seitenaltäre an den vorderen Kuppelpfeilern. Allein für die Restaurierung der 350 Quadratmeter Fresken wurden 2.500 Arbeitsstunden aufgewendet. Sie erhielten durch die Restauratoren wieder ihre ursprüngliche Frische und Leuchtkraft zurück.

Die Arbeiten gehen plan- und termingerecht voran, sagte der Bischof. Als fünfte und damit vorletzte Restaurierungsetappe stehen dieses Jahr das Langhauses mit den Deckenfresken, dem Boden und die Restaurierung der Bänke auf dem Programm. Im Jahr 2009 sollen dann die Orgelempore und die Sakristei folgen.

Für die diesjährigen Restaurierungsarbeiten müssen insgesamt 492.000.- Euro aufgewendet werden. Das Land übernimmt 33 Prozent, der Bund 20 Prozent, die Diözese 23,5 Prozent und die Pfarre trägt mit dem "Verein zur Erhaltung der Basilika Maria Taferl" ebenfalls 23,5 Prozent, das sind 115.000.- Euro bei. Geplant sind wieder zahlreiche Veranstaltungen zugunsten der Basilika wie die Donauwallfahrt oder das Oltimertreffen. Die Gesamtkosten der Renovierung aller sechs Restaurierungsetappen werden nach derzeitigem Stand auf etwa 3,1 Mio. Euro geschätzt.

Mit ins Auge gefasst wird bereits die Restaurierung der Orgel, die größte der Diözese mit 50 Registern, wie Bischof DDr. Klaus Küng erklärte. Als krönender Abschluss der Restaurierung soll im Jubiläumsjahr 2010 ein neuer Volksaltar aus weißem Stein errichtet und feierlich eingeweiht werden.