Propst Küchl "weder suspendiert noch abgesetzt"

Bischof DDr. Klaus Küng nimmt Stellung zu Meldungen und Interpretationen in den Medien über die von ihm getroffenen Maßnahmen, die den früheren Regens des Priesterseminars in St. Pölten Propst Küchl und Subregens Rothe betreffen. Stellungnahme von Diözesanbischof DDr. Klaus Küng im Wortlaut:

"In der letzten Woche gab es bewegte und streckenweise sehr besorgniserregende Stunden. Insbesondere die Nachricht über den Unfall von Dr. Rothe ist mir sehr nahe gegangen. Die näheren Umstände sind nicht klar. Er selbst erinnert sich nicht daran. Jedenfalls hat er den Vorfall sowohl physisch als auch psychisch gut überstanden. Es geht ihm jetzt gut; er ist noch in ambulanter Spitalsbehandlung wegen eines Bruchs des linken Handgelenkes.
Inzwischen gab es ausführliche Gespräche mit ihm und seinen Eltern, die zu einem besseren gegenseitigen Verständnis der Sorgen führten. Es ist zu hoffen, dass im Einvernehmen ein guter Weg gefunden wird.
Sehr bedauerlich hingegen ist die bis jetzt negative und abwehrende Reaktion von Propst Küchl. Er wurde weder suspendiert noch als Propst abgesetzt. Um Abstand zu gewinnen und sich in jeder Hinsicht zu erholen wäre eine geistliche Zeit von großem Nutzen und höchst angebracht. Freilich setzt das voraus, dass er selbst eine positive Haltung dazu gewinnt. Meinerseits werde ich alles versuchen, um erneut ins Gespräch zu kommen."