Priester werden mobiler

Priester, die mehrere Pfarren betreuen, sollen künftig Dank eines diözesanweiten Handynetzes schneller erreichbar sein. Mit dieser Maßnahme will die Diözese St. Pölten ihre interne Kommunikation wirtschaftlich effizienter und kostensparender gestalten. Dabei wurden auf eine optimale Gebietsabdeckung der Funknetzbetreiber und auf möglichst niedrige Kosten geachtet. Die Einführung des mobilen Handynetzes bedeutet, dass fast alle diözesanen Stellen, von den Zentralstellen bis zu den Pfarren, nach der Handy-Betreibernummer 0676 mit einer einheitlichen Vorwahlnummer, nämlich 8266, erreichbar sind.
Auch das weitere System ist einfach, erläutert Finanzkammerdirektor Mag. Michael Krenn: Jeder Bereich hat eine zweistellige Nummer, gefolgt von einer dreistelligen Klappe. So ist beispielsweise das Ordinariat am Domplatz mit der Nummer 11 erreichbar, die Diözesanfinanzkammer und die Kirchenbeitragsstelle mit 12, Pastoralamt und Kath. Aktion mit 15, das Bildungshaus St. Hippolyt mit 16 und die Pfarren mit 33. Die folgende dreistellige Nummer entspricht den vorhandenen Durchwahlnummer beim Festnetz, bei den Pfarren der vorgegebenen Pfarrnummer.


Dieses System, das wie eine Nebenstellenanlage funktioniert, könnte "ein Drittel an Kostenersparnis bringen" meint Mag. Krenn. Etwa die Hälfte aller Telefonate würden seiner Einschätzung nach intern geführt. Zudem wären durch die mobilen Handys vor allem auch die Priester in mitbetreuten Pfarren leichter erreichbar.


In dieses System sollen künftig alle diözesanen Stellen und Einrichtungen integriert werden, erklärt der Finanzkammerdirektor. Auch die niederösterreichischen Stifte haben für diese kommunikative Vernetzung bereits Ihr Interesse bekundet. Bisher sind über 200 Teilnehmer integriert und Krenn hofft, innerhalb der nächsten Jahre auf mehr als 500 Anschlüsse zu kommen.
Mit St. Pölten sind dann österreichweit bereits sechs Diözesen mit diesem mobilen Handynetz ausgestattet.