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PGR-Wahl 2007 - ein Zeichen für Erneuerung

Nach den vorläufigen Endergebnissen aus allen 25 Dekanaten der Diözese St. Pölten zeigt sich bei der Pfarrgemeindratswahl 2007 ein verstärkter Trend zu neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Auch der Anteil von Frauen ist massiv gestiegen. Trotz leichtem Rückgang der Wahlbeteiligung von 29,7 im Jahr 2002 auf nunmehr 26,7 Prozent, sind um etwa 15 Prozent mehr zur Wahl gegangen als der durchschnittliche Kirchenbesuch an Sonntagen zählt. 2.145 Pfarrgemeinderäte, das sind fast 40 Prozent der 5422 Gewählten, ziehen neu in den Pfarrgemeinderat ein. "Das ist ein gutes Zeichen für die Erneuerung in der Kirche", erklärt der Direktor des Pastoralamtes, Msgr. Wilfried Kreuth. "Neue Menschen bringen neues Engagement mit, denn wichtige Aufgaben liegen vor uns." Ein neuer Pastoralplan werde diskutiert, wesentliche Themen der Pastoral müssten neu überdacht und neu angegangen werden, betont Kreuth: "Die stärkere Einbindung von Jugendlichen und Familien, das Erkennen und die Unterstützung von Berufungen, wie sie der Bischof bereits im Fastenhirtenbrief angesprochen hat, wird auch eine wesentliche Herausforderung für die Pfarrgemeinderäte sein."

Wahlbeteiligung höher als Gottesdienstbesuch

Zurückgegangen ist allerdings die Wahlbeteiligung, die von 29,7 Prozent bei der letzten Wahl vor fünf Jahren auf diesmal 26, 8 Prozent gesunken ist. Insgesamt gab es in der Diözese etwa 470.000 Wahlberechtigte. Das sind alle Katholiken über 16 Jahre und die Gefirmten ohne Alterbegrenzung. 125.915 Personen sind diesmal zur Wahl gegangen. Das sind um weit über 20 Prozent mehr, als der durchschnittliche Gottesdienstbesuch ausmacht. Nach vorliegenden Meldungen wurde an diesem Wochenende in zehn Pfarren nicht gewählt. Von einigen Pfarren liegen noch keine Ergebnisse vor, etwa von jenen, die etwa nach dem Urwahlmodus vorgegangen sind.

Mehr gewählte Mitglieder, steigender Anteil von Frauen

Die Gesamtzahl der gewählten Pfarrgemeinderatsmitglieder ist mit 5.422 Personen gegenüber 4.698 im Jahr 2002 gestiegen. Auch der Anteil der Frauen hat weiter zugenommen und liegt nun bei 56,5 Prozent, in einzelnen Dekanaten sogar bei 70 Prozent. Vor fünf Jahren lag ihr durchschnittlicher Anteil noch bei 54 Prozent. In absoluten Zahlen heißt dies, dass 3.062 Pfarrgemeinderäte weiblich sind.
Jugendliche machen im Pfarrgemeinderat nur einen kleinen Teil aus. Dennoch sind 152 der gewählten Pfarrgemeinderatsmitglieder unter 20 Jahre. "Diese jungen Menschen können sich gar nicht auf längere Zeit festlegen", so er Referent für Pfarrgemeindrate der Diözese, Dr. Manfred Wohlfahrt. "Obwohl oft viele Jugendliche in der Pfarre aktiv mitarbeiten erlaubt ihre Lebensplanung, etwa durch Ausbildung und Studium, kaum eine Bindung auf fünf Jahre. Das müssen wir zur Kenntnis nehmen."