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Pfarrgemeinderatswahlen: mitgestalten - mitbestimmen

"Jeder Mensch ist berufen, jeder hat seine Gnadengaben. Diese zu entdecken und zu fördern ist eine wichtige Aufgabe der Pfarre", schreibt Bischof DDr. Klaus Küng in seinem aktuellen Fastenhirtenbrief zur bevorstehenden Pfarrgemeinderatswahl. "Jeder kann und soll seine Gaben, die er empfangen hat, für das Wohl der Pfarre und der Kirche einsetzen." Am Sonntag, 18. März, sind die Katholiken in ganz Österreich eingeladen, ihre Vertreterinnen und Vertreter in das Beratungs- und Entscheidungsgremium ihrer Pfarre zu wählen.

Unter dem Motto "Lebensräume gestalten - Glaubensräume öffnen" können in der Diözese St. Pölten über 480.000 Gläubige in 424 Pfarren ihre Stimme abgeben. Gewählt werden etwa 4.700 Pfarrgemeinderäte, "die dem Pfarrer in den nächsten fünf Jahren mit Rat und Tat zu Seite stehen sollen, um die seelsorgliche Arbeit so zu gestalten, wie es den heutigen Erfordernissen entspricht", so Bischof Küng.

"Die Pfarrgemeinderäte sind nicht bloß Jasager und Duckmauser", betont P. Josef Grünstäudl, Pfarrer von Horn, "sondern wir setzen uns in aller Ehrlichkeit mit den Fragen auseinander, mit denen wir täglich konfrontiert sind." An die Mitglieder des Pfarrgemeinderates werden von der Bevölkerung verschiedenste Anliegen herangetragen, die dann in den Sitzungen zur Sprache kommen. Wer sich an der Pfarrgemeinderatswahl beteilige, trage dazu bei, dass Menschen konkrete Ansprechpartner für ihre Probleme haben, erklärt P. Grünstäudl, dadurch könne versteckte Not in Österreich gemildert werden. "Ich bin das 32. Jahr als Priester in Horn tätig und tue dies mit großer Freude. Einer der Gründe dafür ist, dass mehr als 30 Frauen und Männer und auch einige Jugendliche sich für die Menschen bei uns engagieren."

Dr. Manfred Wohlfahrt zeigt als diözesaner Referent für die Pfarrgemeinderäte auf, dass die Teilnahme an einer Entscheidung eine bessere Identifikation mit der gewählten Institution ermöglicht. Durch die Teilnahme an der Pfarrgemeinderatswahl, werde das Interesse an der Entwicklung der Pfarre und letztlich an der ganzen Kirche zum Ausdruck gebracht. "Darauf sollten wir auf keinen Fall verzichten", appelliert Dr. Wohlfahrt. "Kirche findet ja in meinem unmittelbaren Lebenskreis statt und nicht irgendwo weit weg."