Perspektiven für eine soziale Europäische Union

Perspektiven für eine soziale Europäische Union will die Tagung "Solidarisches Europa" am 19. Oktober im Bildungshaus St. Hippolyt in St. Pölten aufzeigen. Impulsreferate, Workshops und eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Kirche und Politik sollen die Verantwortung von Christen für ein soziales Europa unterstreichen. Unter den Referenten sind Diözesanbischof DDr. Klaus Küng, Superintendent Mag. Paul Weiland, Dr. Markus Schlagnitweit von der Katholischen Sozialakademie, AK-Präsident Mag. Herbert Tumpel und Dkfm. Marc Fähndrich als Vertreter der Europäischen Kommission.

"In Europa finden dramatische gesellschaftliche Veränderungen statt. Diese soziale Dynamik stellt uns vor neue Herausforderungen", erklärt Maria Mayer-Schwingenschlögl, die als EU-Referentin der Diözese St. Pölten die Tagung moderiert. Um ein breites Spektrum von Meinungen zu diesen sozialen Veränderungen kennen zu lernen, leitet die EU-Kommission eine Anhörung der Öffentlichkeit "zur sozialen Wirklichkeit" im heutigen Europa ein. "Dabei sind auch Christinnen und Christen gefordert, sich einzubringen", so Mayer-Schwingenschlögl.

Die Aufforderung von Papst Benedikt XVI. bei seiner Rede in der Hofburg am 7. September "der Globalisierung solche Regeln und Grenzen zu geben, dass sie nicht auf Kosten der ärmeren Länder und der Ärmeren in den reichen Ländern realisiert wird und nicht den kommenden Generationen zum Nachteil reicht" richtete sich zwar vor allem an die anwesenden Politiker, "meinte aber auch jeden und jede einzelne von uns", betont Mayer-Schwingenschlögl.

Die Tagung beginnt um 15 Uhr mit einem Referat von Dkfm. Marc Fähndrich, dem stellvertretenden Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich über die Inhalte des Hintergrundpapiers zur sozialen Agenda. Im zweiten Referat gibt Dr. Markus Schlagnitweit "Impulse der katholischen Soziallehre und des ökumenischen Sozialwortes für den Weg von der Wirtschafts- zur Sozialunion". Raoul Kneucker von der Europakommission der Österreichischen Bischofskonferenz referiert schließlich über die rechtlichen Rahmenbedingungen sozialer Standards in der EU. Ab 17 Uhr besteht für die Teilnehmer die Möglichkeit, sich in sechs verschiedenen Workshops weiter in das Thema zu vertiefen.

Um 19.30 Uhr beginnt die hochrangig besetzte Podiumsdiskussion, die von der Ö1-Journalistin Maria Reininger, die auch eine theologische Ausbildung besitzt, moderiert wird. Die Spitzen der Kirchen Niederösterreichs, Bischof Küng und Superintendent Weiland, werden auf AK-Präsident Tumpel, Univ. Prof. Dr. Christian Friesl von der Industriellenvereinigung und Europaparlamentarierin Agnes Schierhuber (ÖVP) treffen.

Veranstalter der Tagung sind die Katholische Aktion, die Katholischen Bildungswerke, Caritas, das Bildungshaus St. Hippolyt und das EU-Referat der Diözese St. Pölten.


Informationen: Maria Mayer-Schwingenschloegl,
Anmeldung: Generalsekretariat der Katholischen Aktion, 02742/398-305,