Perspektiven der Hoffnung geben

Ein Ohr für die Nöte der Menschen zeigten Bischof DDr. Klaus Küng und Landesrat DI Josef Plank am 23. Dezember, einen Tag vor Heiligabend, bei der Telefonseelsorge St. Pölten. Von 17 bis 20 Uhr waren sie für Anrufer erreichbar und haben sich der Sorgen und Nöte der Menschen angenommen. Gerade um Weihnachten herum nimmt die Zahl der Anrufer um mehr als die Hälfte zu. Dutzende Anrufer haben an diesem Abend Bischof DDr. Klaus Küng. Landesrat DI Josef Plank und der Leiter von „Jugend und Lebenswelt“, DSA Berhard Zima entgegengenommen.
Fast die Hälfte der Anrufer haben wegen der zwei Persönlichkeiten angerufen. Die meisten Anrufer waren jedoch nicht darauf gefasst, haben dies aber sehr positiv angenommen. Die „persönliche Seelsorge“ ist für Bischof DDr. Klaus Küng wohl „das wichtigste“, mit Menschen in Kontakt zu kommen, wie er nach diesen drei Stunden erklärte. „Zuhören und auf die Sorgen, Probleme und Fragen der Menschen eingehen“ sieht er heute als eine der wichtigsten Aufgaben. Und es sei schon sehr viel, wenn man in solchen Situationen „Perspektiven eröffnen und Hoffnung geben kann“, sagte er. Immer wieder seien an diesem Abend auch religiöse Themen angesprochen worden. Einige Gespräche haben daher auch länger gedauert.
Viele persönliche Probleme, die sich in Folge auch wirtschaftlich auswirken, hat Landesrat Plank zu hören bekommen. Sie kamen von Menschen, die in Stress geraten sind, die unter Druck stehen und ihr Situation oft nur aus einer Perspektive sehen. Da zu helfen und andere Sichtweisen anzubieten, sei für ihn eine große Herausforderung gewesen.
Auch für Bernhard Zima war dieser Abend an der Kidsline der Telefonseelsorge eine Gelegenheit, bei der er hilfesuchenden Eltern Rat geben konnte. Gerade zu Weihnachten steigen Emotionen auf, die sonst im Verborgenen liegen, weiß er aus eigener Erfahrung als fachlicher leiter für die Mobile Jugendarbeit im Verein Jugend und Lebenswelt.

Die Telefonseelsorge St. Pölten ist rund um die Uhr unter der Nummer 142 kostenlos erreichbar. 65 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten Hilfe und Begleitung in allen Lebenssituationen an. Mit 17.000 Gesprächen im Jahr ist die Telefonseelsorge für zahlreiche Menschen oft der letzte Halt in einer akuten Notsituation. Manche brauchen eine längere Begleitung und melden sich über einen längeren Zeitraum immer wieder. Speziell für Jugendliche gibt es die „kidsline“ unter der Notrufnummer 142 Durchwahl 14 und als schriftliche Möglichkeit gibt es die Mailadresse .

Zum Foto: Sie haben sich der Sorgen und Nöte der Menschen am Telefon angenommen: (vlnr) Maria Kargl, DSA Bernhard Zima, Bischof DDr. Klaus Küng, Maria Riediger, DI Josef Plank. Sitzend: Leiterin Mag. Irene Gartner.