Pastoralamt und Caritas bitten um Hilfe für "vergessene Kinder"

Für die gemeinsamen "Osthilfeaktion" bitten Pastoralamt und Caritas der Diözese St. Pölten die Gläubigen am kommenden Sonntag, dem 11. Fenbruar um Unterstützung. Die Hilfe soll unter anderem Straßenkindern in Albanien und einem Mutter-Kind-Heim in der Slowakei zugute kommen. "Die wirtschaftliche Situation vieler osteuropäischer Länder ist nach wie vor problematisch, da sozialpolitische Maßnahmen weitgehend fehlen" betonte Caritasdirektor Mag. Friedrich Schuhböck. Mit der Osthilfe-Sammlung werden soziale und pastorale Projekte und Initiativen in den Ländern Osteuropas unterstützt. Im Mittelpunkt stehen dabei die "vergessenen Kinder" in Albanien, Slowakei und der Ukraine.
"Nach dem Umbruch in Osteuropa wurde die Verteilungsschere zwischen Reich und Arm immer größer. Auf der Strecke bleiben vor allem die Kinder: Abtreibungen bis kurz vor der Geburt, keine oder nur äußerst mangelhafte medizinische Betreuung, Kindesweglegungen und Missbrauch sind nur einige der erschreckenden Folgen", sagt der Caritasdirektorund forderte auf, "diese Kinder nicht einfach zu vergessen". In Osteuropa leben etwa 18 Millionen Kinder in Armut. "Mit der Osthilfe-Sammlung wollen Caritas und Pastoralamt auf diese Zustände aufmerksam machen, Betreuung und nachhaltige Hilfe für diese Kinder bewirken".

Hilfe für Albaniens Kinder

Ein besonderer Schwerpunkt der Caritas St. Pölten liegt in der Hilfe für die Straßenkinder in der albanischen Hauptstadt Tirana aber auch in der Hilfe für Kinder und deren Familien in der unwegsamen Bergregion Nordalbaniens.
"Rund 250 Familien helfen wir hier regelmäßig mit Lebensmittelpaketen" erzählt Sr. Gratias, die in Aölbanien wirkt. "Junge Mütter haben es hier besonders schwer, ihre Babys mit Kleidung und Nahrung zu versorgen." In einem Arbeitsprojekt der Missionsstation stellen rund 20 Frauen Babybekleidung her. "Diese Hilfe wirkt nachhaltig" erklärt Sr. Gratias Ruf. Außerdem betreibt die Missionstation für die Region einen Kindergarten und betreut schwangere junge Mädchen, die von ihren Familien verstoßen wurden.

"Diese Hilfe hat den Menschen jenseits der Grenze Mut gemacht - sie sind nicht vergessen und können auf Hilfe hoffen, bis sie sich selbst helfen können", betont der Direktor des Pastoralamtes Msgr. Wilfried Kreuth.Kreuth. Von den einstigen Schwerpunktländern Tschechien und Ungarn verlagere sich nun die Hilfe weiter nach Osten, etwa in die Ukraine oder nach Rumänien.

Haus des Friedens

Helene Renner von der Katholischen Frauenbewegung informierte über ein pastoral-soziales Projekt in der slowakischen Stadt Piestany. Dort wird derzeit mit St. Pöltner Hilfe für schwangere Mädchen aus schwierigen Familiensituationen ein Mutter-Kind-Haus mit acht Wohneinheiten errichtet. Neben finanzieller Hilfe bringen die St. Pöltner Frauen vor allem auch ihr Know-how ein, damit dieses Projekt umgesetzt werden kann.

Näheres auf der Homepage der Caritas St. Pölten