Nikolaus
 
 

Orientierung in Glaubens- und Lebensfragen

Über 660 Themen sind auf 606 Seiten im neuen Handbuch des Kath. Bildungswerkes zusammengefasst, das ab sofort den 235 örtlichen Bildungswerken in den Pfarren der Diözese St. Pölten zur Verfügung steht. Dies gaben der Vorsitzende HR Dr. Adolf Joksch und Geschäftsführer Gerald Danner bei einem Pressegespräch bekannt. An den etwa 1.300 Veranstaltungen in einem Jahr haben diözesanweit über 92.000 Personen teilgenommen, weisen die Verantwortlichen hin. Damit haben diese Bildungseinrichtungen eine große gesellschaftliche Bedeutung. Dennoch gehe es nicht nur "um eine Vermehrung von Wissen, sondern um Bildung". Die Angebote seien "direkt vor Ort" und "vom Preis her sozial gestaltet", sodass sie für jeden auch leistbar sind, ob es sich nun um Vorträge, Seminare oder Workshops handelt.
"Unsere Angebote geben Orientierung aus dem Glauben, Unterstützung in der eigenen Lebensgestaltung und fördern die Verantwortung in der Gesellschaft", fasst Geschäftsführer Danner die Ziele zusammen.
Ein gewisser Trend bei den Angeboten ist, dass zunehmend Kurse und Lehrgänge, die sich über mehrere Abende oder Tage erstrecken, angenommen werden. Dazu gehören etwa ein Trainingsprogramm für Senioren mit Namen "Lima" (Lebensqualität im Alter), wie auch Tanzworkshops, Bibliodramen oder auch ein Argumentationstraining gegen Stammtischparolen.
Inhaltlich liegt zu zwei Drittel der Bereiche "Persönlichkeitsentwicklung" im Vordergrund, in dem es um die Gestaltung des Lebens geht, von Erziehungsthemen angefangen bis zum Kurs für die Begleitung unheilbar Kranker und Sterbender. Jede zehnte Veranstaltung befasst sich mit einem theologischen Thema, ebenso stark ist auch der gesellschaftspolitische Bereich vertreten. Der Rest verteilt sich auf die anderen Sektoren wie etwa den musischen oder kulturellen Bereich.
In der Theologie werden vor allem kontroverse Themen wie feministische Theologie oder Fragen der Bibelauslegung angenommen. "Wir versuchen dabei, von einem personorientierten Ansatz der Teilnehmer auszugehen", erklärt die zuständige Referentin Mag. Gabriela Auferbauer. Die eigene Lebens- und Glaubenserfahrung soll dabei im Mittelpunkt stehen.