Ökumenisches Pfingsttreffen im Dom

"Pfingsten verwandelt Ostern in ein neues Fest. Lassen wir uns auf das Fest des Auf-Lebens ein!" So Dompfarrer Norbert Burmettler und Walter Wenzel von der charismatischen Erneuerungsbewegung beim ökumenischen Pfingsttreffens am Pfingstmontag, dem 28. Mai im Dom zu St. Pölten. Mit dem Evangelienbuch zogen Subdiakon Cälin Sedeka mit vier Studierenden aus Gaming, unter ihnen ein byzantinischer Priester aus der Ukraine, sowie Pfarrer Dr. Michael Leputsch, Mag. Franz Schabasser, P. Thomas von der Gemeinschaft der Seligpreisungen, Dompfarrer Norbert Burmettler sowie Weihbischof Dr. Anton Leichtfried und Superintendent Mag. Paul Weiland in den vollen Dom ein, als das Lied erklang "Vater wir suchen die Einheit".
Die musikalische Gestaltung haben das Musikteam der charismatischen Erneuerung unter Helene Schäffler, der Chor der Gemeinschaft der Seligpreisungen sowie der "Gaminger Drei´gsang" übernommen.

Pfarrer Daniel Vögele von der evangelischen Kirchengemeinde St. Pölten, Dompfarrer Norbert Burmettler und John Reves vom Internationalen Theologischen Institut in Gaming versuchten, das Wirken des Heiligen Geistes in Worte zu fassen. "Der Geist bewirkt Geborgenheit, Vertrauen, Vergebung, Gesundheit und Kraft, Hoffnung und Zukunft. Deshalb treten wir mit Freimut auf", sagte Pfarrer Vögele. Dompfarrer Burmettler betonte "Wir werden eine gute Zukunft haben, wenn Christus die Mitte all unserer Gemeinschaften darstellt", und John Reves betonte die Bedeutung und Wichtigkeit des Heiligen Geistes in der ostkirchlichen Liturgie.

Die Studentin Christine Brauensteiner aus Wieselburg, Schwester Eleonore von der Conregatio Jesu und Karl Rotenschlager von de Emmausgemeinschaft St. Pölten erzählten, wie sie in ihrem Leben den Heiligen Geist gleichsam gespürt haben und er sie auf ihrem Lebensweg begleitet. "Es ist uns wichtig, die Vision der Hoffnung vor Augen zu haben", sagte Christine Brauensteiner und Sr. Eleonore erzählte von einem nachhaltigen Erlebnis in einer Klosterkirche, wo ihr Entschluss gereift ist, in das Kloster einzutreten. "Ich schaue mit Dankbarkeit zurück auf das Wirken des Heiligen Geistes und auf viele schöne, aber auch dunkle und schwere Stunden". Und Karl Rottenschlager zeigt die Initiativen in der Emmausgemeinschaft auf: "Es begann mit einer kleinen Gebetsgruppe. Daraus ist ein Netz mit 5.000 Menschen entstanden, die durch Gebet und selbstloses Teilen zusammengewachsen sind und Erstaunliches geschafft haben".

In seinen Grußworten dankte Weihbischof Dr. Anton Leichtfried für diese Initiative des gemeinsamen Gebetes. "Pfingsten ist ein besonderer Anlass, um zum Heiligen Geist zu beten, der uns Lebenskraft gibt", sagte er. Jeder solle für sich selber beten, füreinander in den Familien, den Pfarrgemeinden und Kirchen und vor allem für jene, die es besonders schwer haben, rief er die Anwesenden auf.
Auch Superintendent Mag. Paul Weiland nannte Pfingsten einen besonders guten Anlass, zusammenzukommen, um gemeinsam zu bitten. "Der Geist vermittelt uns Kontinuität, aber er gibt auch Neues und Ungewohntes", sagte er. Er bat die Anwesenden, vor der kommenden dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung aller Kirchen auch für ein neues Miteinander in Europa zu beten.

Nach diesem Pfingsttreffen im Dom konnten Kinder und Jugendliche im Brunnenhof noch Luftballone mit Grußkarten steigen lassen, während es im Kreuzgang des Domes für die Mitfeiernden dieses Treffens eine Agape gab. Die Opfersammlung am Ende des Treffens wurde der Emmausgemeinschaft zur Verfügung gestellt.

Zum diesem Pfingsttreffen haben die Charismatische Gemeindeerneuerung, die Congregatio Jesu, die Dompfarre sowie die evangelische Pfarrgemeinde St. Pölten, die Fokolarebewegung, der Gebetskreis für Familie, Jugend und Politik im Landhaus, die Gemeinschaft der Seligpreisungen, die Gemeinschaft Maria vom Wege, die griechisch-katholische Pfarrgemeinde aus Gaming und der Katholische Familienverband.