Herbstwanderung
Erntedankkorb
 
 

Neues Handbuch für Seniorenbildung

Auf ein Handbuch mit 83 Angeboten für Seniorenbildung dürfen sich die 500 ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der pfarrlichen Seniorenarbeit der Diözese freuen. Dieses Werk wurde am Mittwoch, dem 16. Mai vom Direktor des Pastoralamtes Msgr. Wilfried Kreuth sowie vom Seniorenreferat der Diözese und dem Kath. Bildungswerk vorgestellt. Lebenslanges Lernen betrifft immer mehr auch Menschen höheren Alters, weist Msgr. Kreuth hin. Der Anteil der über 60-Jährigen in der Bevölkerung sei stetig im Steigen. Dabei liege der Kirche "der ganze Mensch" am Herzen. Er soll auch im Alter "an der von Gott geschenkten Fülle des Lebens" teilhaben, so Kreuth. Dies versuche ihm die Seniorenpastoral durch "Hilfen und Begleitung in Form von Seelsorge und Bildung" zu geben. Dabei gehe es vor allem auch um das Lernen des Älterwerdens und dessen Annahme.

Die Palette der Hilfe, die es in Pfarren bereits gebe, reiche von Betreuung und dem Besuchsdienst für kranke und ältere Menschen über die Angebote der verschiedenen Seniorengruppen bis zur Begleitung von selbstorganisierten Runden. Insgesamt, so der Referent der Seniorenpastoral, Alois Stelzer, gibt es in der Diözese 140 Seniorengruppen. Die durchwegs ehrenamtlichen Mitarbeiter in diesen Runden seien "ein Schatz der Kirche, ein Schatz für die Pfarren und besonders für die älteren Menschen", sagte er.

Das neue Handbuch für Seniorenbildung umfasst fünf Bereiche, von der Persönlichkeitsbildung über Beziehungsfragen, Religion und Kultur bis zu Fragen des Rechts. Die einzelnen Angebote seien "kurz und prägnant" gehalten und können großteils in bestehende Seniorenrunden eingebaut werden, weist die Geragogin Beatrix Dangl-Watko, pädagogische Mitarbeiterin des Kath. Bildungswerkes hin. Seniorengerechtes Lernen knüpfe an alle Wahrnehmungsformen an und setze vor allem auf Wiederholungen und praktischen Lebensbezug, erklärte sie. So werde von den älteren Menschen "eine befreiende Dimension des lebenslangen Lernens" erfahren. Ziel sei es, dem alternden Menschen solange wie nur möglich seine Selbstständigkeit zu erhalten und ihm "Sinn und Bedeutung in einem menschlichen und christlichen Verständnis" zu geben.

Das "Handbuch für Bildungsangebote für Senioren" wird in den nächsten Wochen in vier Regionen der Diözese, in Ulmerfeld-Hausmening, Krems, Zwettl und St. Pölten mit praktischen Beispielen den Verantwortlichen in der pfarrlichen Seniorenarbeit vorgestellt.