Neue Caritas-Einrichtungen in der Diözese St. Pölten

Die Caritas der Diözese St. Pölten errichtet in der Gemeinde Furth bei Göttweig eine neue Werkstatt für Menschen mit Behinderungen. Der Betrieb soll 2010 bezugsfertig sein. Eine neue Außenstelle der Caritas-Werkstatt Horn ist im Canisiusheim bereits in Betrieb gegangen. Drei Suchtberatungsstellen konnte die Caritas in Zwettl, Gmünd und Waidhofen/Thaya eröffnen.

Im Endausbau werden etwa 50 behinderte Menschen einen neuen Arbeitsplatz im Ortsteil Palt in der Gemeinde Furth haben. Maria Forsthuber, derzeit in der Caritas-Werkstatt in Krems, wird die neue Werkstatt leiten. Die bisherigen Werkstatt- und Arbeitsräume in der Winzergasse in Krems benötigt die Caritas dringend als Wohnbereich für behinderte Menschen. Außerdem sind die räumlichen Kapazitäten der zweiten Kremser Werkstatt in der St. Paulgasse ausgeschöpft. Daher hat sich die Caritas für die Errichtung eines neuen Standortes in der Nähe von Krems entschieden. Bürgermeisterin Mag. Martha Löffler ist froh, dass die Wahl auf die Gemeinde Furth gefallen ist: „Wir sind nicht nur um neue Betriebe innerhalb der Gemeinde bemüht, sondern auch um die Integration von Menschen mit Behinderungen.“

Am 13. Oktober segneten Prälat Mag. Franz Schrittwieser, geistlicher Assistent der Caritas und Direktor des Propädeutikums der Pristerausbildung im Canisiusheim, und Caritas-Direktor Mag. Friedrich Schuhböck eine Außenstelle der Werkstatt Horn, die im Gebäude des Canisiusheims untergebracht ist. In der neuen Behinderten-Werkstatt arbeiten 14 Klienten und zwei Betreuer. Angeboten werden ein Haus- und Bügelservice sowie ein mobiles Auftragsteam für Haus- und Gartenpflege und Instandhaltungen für Firmen, Gemeinden und Privathaushalte. Ab Frühjahr 2009 soll es eine weitere Arbeitsgruppe geben, die Schmuck herstellt.

Im Beratungszentrum der Caritas Gmünd fand am Freitag stellvertretend für alle drei neuen Suchtberatungsstellen die offizielle Eröffnung mit SP-Soziallandesrätin Gabriele Heinisch-Hosek und VP-Klubobmann Klaus Schneeberger statt. „Mit den Standorten in Zwettl, Gmünd und Waidhofen/Thaya ist ein weiterer Teil im NÖ Suchtplan erfüllt“, sagte Anna Durstberger, die Leiterin der PsychoSozialen Einrichtungen der Caritas St. Pölten. Caritas-Direktor Friedrich Schuhböck erinnerte daran, dass „Sucht und Abhängigkeiten nicht nur den persönlichen und gesundheitlichen Bereich, sondern auch das soziale, gesellschaftliche und kommunalpolitische Umfeld betreffen“. Zielgruppe der Caritas-Beratungsstellen seien daher nicht nur Suchtmittelabhängige Personen, sondern auch deren Angehörige im Bereich Alkohol, Medikamente und illegale Substanzen.

Foto: Bei der Eröffnung der Waldviertler Caritas Suchtberatungsstellen Zwettl, Gmünd und Waidhofen/Thaya in Gmünd: (v. l.) LAbg. Johann Hofbauer, Bürgermeister Otto Opelka, BH-Stv. Johann Glassner, VP-Klubobmann Klaus Schneeberger, Prälat Franz Schrittwieser, Landesrätin Gabriele Heinisch-Hosek, Caritas-Direktor Friedrich Schuhböck, Caritas-Bereichsleiterin Anna Durstberger, Dr. Norbert Wißgott und Melanie Binder (Suchtberatung) sowie Bundesrätin Martina Diesner-Wais, Suchtberater Erich Divisek und Psychotherapeutin Gabriele Stattler. Foto: Caritas/Karl Lahmer