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"Nacht des Feuers" begeistert die Jugend

Eine Nacht mit Feuershow, Workshops und abschließendem Gottesdienst brachte vielen Firmkandidaten den Sinn der Firmung näher. "Firmung heißt Christ werden und Christ sein - und das mit großer Freude", rief der Göttweiger Abt Dr. Clemens Lashofer den mehr als 400 Jugendlichen zu. Mit einer Feuershow von "ET", die von Beethovens 9. Symphonie begleitet wurde, begann bei Sonnenuntergang das "Fest des Geistes". Der biblische Text vom Pfingstereignis, in dem der Geist Gottes in Form von Feuerzungen auf die Jünger herabkam, unterstrich die Bedeutung des Feuers als Zeichen der Anwesenheit Gottes.

Nach dieser Eröffnung standen den Firmlingen über 20 Workshops mit unterschiedlichen Inhalten zur Auswahl. Die Palette reichte vom biblischen Kochen, einem Bibelquiz über künstlerisches Gestalten mit Ytong-Blöcken, bis hin zum Ausdruckstanz oder afrikanischem Trommeln. Wagemutige ließen sich beim Outdoor-Workshop sogar im Klettergurt an einem Seil über einen Abhang gleiten.

Für Christopher aus Weißenkirchen war das Stegreiftheater zum Thema "Nein sagen" lustig und interessant. Peter, ebenfalls aus Weißenkirchen, fand den Workshop mit dem Thema "Eintauchen in eine andere Welt" ganz "super". Jasmin, Larissa, Daniela, Viktoria und Romana aus Weitra waren vom Mädchenworkshop "Pippi Langstrumpf" begeistert und fieberten bereits dem nächsten Workshop "Ich tanze mich, Gott, in deine Arme" entgegen. Dort können sie ihrer Tanzbegeisterung bei Spirituals und internationaler Musik freien Lauf lassen.

Die nächtliche Abschlussmesse wurde unter sternklarem Himmel und frühlingshaften Temperaturen vor der Stiftskirche gefeiert. Jugendseelsorger P. Maximilian Krenn erinnerte an den Geist Gottes, den man zwar nicht sehen, aber im Leben immer wieder spüren kann. "Gott kann erfahren werden als einer der euch hilft, zu sich selbst zu finden, der Begeisterung in euch entfacht und euch zeigt, wohin eure Zukunft führt". Durch jeden möchte Gott auch für andere spürbar werden, sagte er.

Bereits am Beginn der Messe hatten die Jugendlichen ihre "Stolpersteine im Leben" wie neidisch, eifersüchtig und lieblos sein auf Zettel geschrieben, die dann im Feuer als Zeichen der Reinigung durch Gott verbrannt wurden. Und am Ende der Messe forderte P. Maximilian die Firmlinge auf, "ein Wort als Zeichen dessen, was ihr in dieser Nacht erfahren habt, in einer SMS-Botschaft in diese dunkle Nacht hinauszusenden".

"Indeed", eine Rock-, Pop- und Soul-Gruppe aus dem Raum Zeilern - Amstetten hat den Abend und die Messe musikalisch gestaltet.