Weihbischof Anton Leichtfried bei der Karfreitagsliturgie
Pilgern im Sommer
Erntekrone
 
 

Nachspüren, was Gott erwartet

Christen sind geistig wetterfest und müssen es manchmal auch leiblich sein. An diesen Satz beim Treffen mit Papst Benedikt XVI. in Mariazell erinnerte auch die diesjährige Fußwallfahrt der Berufungspastoral am 20. Oktober auf dem Jakobsweg von der Ferdinandswarte bei Unterbergern bis Maria Langegg im Dunkelsteinerwald. Der erste Schnee, Regen, Wind und Kälte haben über 50 - vor allem jugendliche Wallfahrer - nicht davon abhalten können, an dieser Wallfahrt teilzunehmen. Selbst Weihbischof Dr. Anton Leichtfried und Generalvikar Prälat Leopold Schagerl trotzen dem Wetter.
"Auf diesem Weg wollen wir bewusst der eigenen Berufung nachgehen und hinhören, was Gott von jedem von uns will", regte Subregens Dr. Gerhard Reitzinger die Teilnehmer an. Beten, Singen, nachdenken und miteinander ins Gespräch kommen, sei ein Ziel dieser Wallfahrt durch die herbstliche Landschaft. "Es ist gut zu wissen, dass viele mit uns gehen", sagte Reitzinger und verwies auch auf jene, die zwar körperlich nicht mitgehen können, "aber unsere Wallfahrt mit ihrem Gebet begleiten".
Auf dem Weg nach Maria Langegg schlossen sich bei zwei weiteren Stationen noch einige Pilger dieser Gruppe an. Das Wetter wurde zusehends besser und in Langegg brach sogar die Sonne durch die Wolken. An jeder der Stationen unterwegs wurde das Leben eines Menschen betrachtet, der sich "nicht damit begnügt hat, angepasst zu leben", sondern auf seine Berufung gehört hat: Franz von Assisi, Mutter Teresa und Franz Jägerstätter.
Bei der abschließenden Messe in der Wallfahrtskirche von Maria Langegg ging Weihbischof nochmals auf das Thema dieser Wallfahrt ein und zog dabei Parallelen zum jüngsten Treffen mit dem Papst in Mariazell: "Auf unserer Pilgerschaft brauchen wir das unruhige und offene Herz. Es reicht nicht aus, so zu sein wie alle anderen: Unser Leben ist viel weiter angelegt".