Monumente der Ewigkeit

Mit einer sehenswerten und sensibel gestalteten Ausstellung über die Pyramiden Ägyptens und ihre einst große Bedeutung begeht die Schallaburg bei Melk heuer das 30-Jahr-Jubiläums ihres Bestehens als Ausstellungsort. Diese Ausstellung ist bis 1. November zu besichtigen. "30 Jahre Schallaburg verdient eine pyramidale Ausstellung", sagte Wilfried Seipel, Generaldirektor des Kunsthistorischen Museums in Wien bei der Eröffnung der Ausstellung "Die Pyramiden Ägyptens" auf der Schallaburg.
Schon in der Antike wurden die Pyramiden von Giza zu den Sieben Weltwundern gezählt. Besonders die größte aller Pyramiden, die Pyramide des Königs Cheops (mit 137 m Höhe so hoch wie der Wiener Stephansdom) standen stets im Mittelpunkt des Interesses. Bis heute werden Fragen über die angeblich geheimen Bestimmungen, Botschaften und Wirkungsstätten der Pyramiden gestellt.

Die Ausstellung auf der Schallaburg zeigt Modelle, graphische Darstellungen und über 300 in dieser Zusammenstellung noch nie gezeigte Exponate. Sie kommen von Museen in Berlin, Brüssel, Heidelberg, Hildesheim, Karlsruhe, München und dem Louvre in Paris sowie dem Kunsthistorischen Museum in Wien, dem NÖ. Landesmuseum St. Pölten und Privatleihgebern. Sie geben einen tiefen Einblick in die Kunst der Bauwerke, in die Kultur und Religion dieser Epoche.

Dem Schwerpunkt der Pyramidenzeit, dem "Alten Reich", nähert sich die Ausstellung in verschiedenen Abschnitten. Ein eigener Raum ist dabei der berühmten Cheops-Pyramide gewidmet. Das Modell einer Pyramide zeigt die Aufteilung der einzelnen Kammern. In einem weiteren Teil der Ausstellung erfährt der Besucher die Position des ägyptischen Königs, als Gott-Sohn, Hüter der Weltordnung und als Pyramiden-Bauherr.
In einer chronologischen Abfolge wird die Entwicklungsgeschichte des altägyptischen Königsgrabes nachgezeichnet. Der Ursprung der Pyramide ist das königliche Hügelgrab. Die Nachbildung eines frühzeitlichen Grabes bildet den Einstieg in die Geschichte der pyramidalen Bauwerke.
Zwei weitere Abschnitte der Ausstellung dokumentieren den architektonischen Aufbau und die kultische Ausstattung der Privatgräber, die von Mitgliedern des Hofstaates im Umkreis der Pyramiden errichtet wurden. Objekte, die in den Gräbern gefunden wurden, geben einen Überblick über Grabausstattung und Totenkult.

Die Ausstellung auf der Schallaburg ist bis 1. November 2004 geöffnet.

Sonderausstellung "30 Jahre Schallaburg"
Parallel zur Ägypten-Ausstellung findet heuer eine Sonderausstellung "30 Jahre Schallaburg" statt.
1974 wurde eines der schönsten Renaissanceschlösser nördlich der Alpen nach mehrmaliger Sanierung mit der NÖ. Landesausstellung "Renaissance in Österreich" eröffnet. In den darauf folgenden Jahren hat sich die Schallaburg zu einem international anerkannten Ausstellungszentrum entwickelt. Thematisch haben sich die Ausstellungen häufig mit Schwerpunkten der österreichischen Geschichte und der Nachbarländer beschäftigt, aber auch mit archäologischen Bereiche, vor allem jene der alten Hochkulturen.