Miteinander - Füreinander. Pflegen und Betreuen

Um den Herausforderungen und Entwicklungen in der Pflege durch die Zunahme der Hochbetagten und der Demenzkranken sowie dem steigenden Pflegebedarf durch kürzere Krankenhaus-Aufenthalte entsprechen zu können, setzt die Caritas neue Akzente in der häuslichen Pflege. Am 29. Oktober präsentierte sie Caritas ihr neues Leitbild. Der Prozess zur Entwicklung eines Leitbildes für den Bereich Betreuen und Pflegen zu Hause brachte zum Vorschein, dass die Caritas den heutigen Standards mehr als gerecht wird. "Es war schön zu erkennen, dass wir immer schon den modernen Standards mehr als gefordert entsprochen haben. Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt der Pflege. Die Aus- und Weiterbildungen unseres hochwertigen Personals sichern diese Qualität.", zeigt sich Monika Hoschek, Pflegedienstleiterin der Caritas erfreut. Derzeit werden mehr als 2500 Menschen zu Hause in über 31 Sozialstationen in der Diözese St. Pölten von der Caritas betreut und gepflegt.

Das neue Leitbild soll den Bereich der Pflege und Betreuung qualitativ verbessern, meinte Caritasdirektor Friedrich Schuhböck. Zuversichtlich mache ihn, dass sich eine breite Basis für das Leitbild engagiert habe. Insgesamt haben an der Erstellung des Leitbildes 330 MitarbeiterInnen in einem einjährigen Prozess mitgearbeitet. Wie sich das Leitbild in der Organisation niederschlagen kann erklärte der Fachjournalist und Chefredakteur des Pflegmagazin Lazarus, Erich M. Hofer. Er unterstrich, dass mit einem festgeschriebenen Leitbild nicht jede Entwicklung eingemauert, sondern das Leitbild ein allgemein anerkanntes Fundament für die Arbeit in der Betreuung und Pflege zu Hause sein soll.

Menschliche und fachliche Qualität durch "Bezugspflege"
Im Netzwerk von Pflege und Betreuung steht eine diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegeperson, die als "Bezugsschwester/Pfleger" für eine Gruppe von Patienten zuständig ist. Sie ist erste AnsprechpartnerIn für Patienten und Angehörige, Hausarzt, Therapeuten, Fachärzte, Krankenhaus, usw. Sie arbeitet im Pflegeprozess mit diplomierten Gesundheits- und Krankenschwestern, Pflegern, PflegehelferInnen, AltenpflegehelferInnen und Heimhelferinnen zusammen, plant die Pflege gemeinsam mit Patienten und Angehörigen, führt diese mit ihrem Team durch und evaluiert regelmäßig die gesetzten Pflegeziele. Im Rahmen dieses Managements organisiert sie zusätzliche für den Patienten nötige Dienste.

Pflegende Angehörige begleiten und stützen
Da Angehörige den weitaus größten Teil der Pflegebedürftigen in NÖ betreuen, etwa 75-80%, unterstützt die Caritas die Pflegenden mit Beratung, Begleitung und Entlastung durch Pflegedienste. Mit Hauskrankenpflege und Heimhilfe soll der betreute Mensch ein nach seinen Möglichkeiten selbständiges und selbst bestimmtes Leben unter Miteinbeziehung seines sozialen Umfeldes daheim führen können. Dazu erhält er die nötige Förderung, Anleitung, Unterstützung und auch Begleitung in seiner letzten Lebensphase unter Wahrung der Ganzheitlichkeit und der Würde des Menschen.