Missionarischer Geist muss neu geboren werden

Diözesanbischof DDr. Klaus Küng besuchte am 9. April die Nationaldirektion der Päpstlichen Missionswerke in Wien. Gemeinsam mit dem Nationaldirektor von Missio, Msgr. Dr. Leo-M. Maasburg zelebrierte er die Heilige Messe in der Hauskapelle. Anschließend gab Bischof Klaus Küng allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Impuls zum Thema: "Ehe, Familie und Mission". Bischof DDr. Klaus Küng betonte in seiner Predigt und in seinem Impuls an die Mitarbeiter, dass der missionarische Geist unverzichtbar sei und unterstrich den Sendungsauftrag der Kirche. "Der Glaube verflüchtigt sich - wir dürfen nicht nur zuschauen! Christus ist der Weg zum Vater und die Lösung für alle Probleme. Der missionarische Geist muss im alt gewordenen Europa wieder neu geboren werden".

In einer Analyse der Situation der letzten 20, 30 Jahre in Österreich und Europa stellte Bischof Küng eine Akzentverschiebung von der Mission hin zur Entwicklungshilfe fest und warf die Frage auf, was passiert sei. Auch wenn die Entwicklungshilfe gut und wichtig sei, brauche es wieder mehr Bewusstsein für die Sendung der Kirche und größere Bereitschaft, die Kirche aufzubauen.
Heute stelle er in Österreich eine Morgendämmerung fest, die hoffen lässt. "In einer Zeit, in der Familien keine Kinder und Kinder keine Familien mehr haben, sehe ich mit großer Hoffnung einen Aufbruch unter jungen Katholiken in Österreich. Diese aus dem Glauben heraus lebenden christlichen Familien sind der Nährboden für geistliche Berufungen und missionarisches Bewusstsein. Beides brauchen wir dringend, denn der Herr ist überall, aber die Menschen wissen gar nicht, was sie haben." Bischof Küng zeigte sich beeindruckt von der vielfältigen Tätigkeit der Päpstlichen Missionswerke und ermunterte alle, sich großherzig für die Erneuerung des missionarischen Bewusstseins einzusetzen.

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