Missio-Sammlung für Priesterausbildung in der Dritten Welt

Seit 1923 wird am "Hochfest der Erscheinung des Herrn", am Dreikönigstag, dem 6. Jänner, für die Ausbildung von Priesteramtskandidaten gesammelt. Durch die "Aktion Priesterausbildung" können Einzelne, kleine Gruppen oder ganze Pfarrgemeinden mit 570.- Euro pro Jahr einem jungen Priesteramtskandidaten vier Jahre seines Studiums finanzieren. Es ist sinnvoll, wenn in den Ländern des Südens Priester aus dem eigenen Volk tätig sind. Es gibt zwar viele Berufungen, doch weder die Kandidaten noch die Diözesen können sich diese Ausbildung leisten. Nach Abschluss des Studiums kommen auf diese Priester eine Fülle von Aufgaben als Seelsorger, Krankenpfleger, Katastrophen- und Sozialhelfer zu. So kümmerten sich z. B. Priesterseminaristen und Ordensleute nach der Tsunami-Katastrophe um Nahrung, Kleidung und Zuspruch für Betroffene. In Kirchen wurden Lager errichtet und dank ihrer Ausbildung in Soziologie und Psychologie konnten die Theologiestudenten professionell Hilfe leisten.

Da viele Berufene in den Ländern des Südens abgewiesen werden müssen, da eigene finanzielle Mittel fehlen, führen die Päpstlichen Missionswerke - Missio - am 6. Jänner seit Jahrzehnten die Sammlung "Für Priester aus allen Völkern" durch, um genügend Plätze für Seminaristen zu schaffen.

Im vergangenen Jahr wurden österreichweit 735.625.- Euro gesammelt; in der Diözese St. Pölten waren es 95.618.-.