"Minis" bevölkerten Herzogenburg

Über 2.400 Ministrantinnen und Ministranten aus 135 Pfarren und Pfarrverbänden belebten am Pfingstdienstag, dem 29. Mai das schon Kinder gewohnte Stift Herzogenburg. Trotz anfänglichen Schlechtwetters - "bei der Abfahrt regnete es noch, sagten die "Minis" aus Weistrach - ließen es sich die Buben und Mädchen nicht nehmen, einen fröhlichen Tag im Kreise Gleichgesinnter zu erleben. Der Einzug der Ministrantinnen und Ministranten auf den Festplatz, wo gegen einen möglichen Regenguss ein großes Zelt aufgestellt war, dauerte eine halbe Stunde. Nicht alle Minis fanden darunter Platz, doch das Wetter hielt aus und es wurde sogar wärmer. Am Nachmittag blinzelte sogar die Sonne durch die Wolken.
"Ministrant sein ist ein Ruf. Jesus ruft euch zu diesem Dienst", sagte Propst Maximilian Fürnsinn zu den anwesenden "Minis". Der Ministrantendienst sei nicht nur ein äußeres Geschehen, sondern gehe tiefer, wies er hin.
Mit dem Hinweis auf die Brotvermehrung erläuterte Propst Fürnsinn, dass der Junge, der Jesus die fünf Brote und zwei Fische gebrachte hatte, durch die alle satt geworden sind, erst das Wunder ermöglicht habe. Er sei dem Ruf Jesu gefolgt, habe alles was er hatte ihm gegeben und war dann nahe am Geschehen des Wunders. Er sei ein Vorbild für die Ministranten, die von Jesus gerufen werden und so leben sollen, dass sie seine Zeugen sind.
Von den Ehrengästen nahmen KA-Präsident Roman Fröhlich sowie die Kinder- und Jugendanwältin Mag. Gabriela Peterschofsky-Orange an dieser Festmesse teil.

140 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgten sich um einen klaglosen Ablauf, um die Organisation von 60 Workshops und um eine ausreichende Verpflegung. 2.500 Paar Würstchen, 1.500 Wurst- und 1.000 Käsesemmeln standen für die Kinder und Jugendlichen als Stärkung bereit. Hunderte Liter Fruchtsaft ließen niemanden durstig bleiben.
Insgesamt 60 Workshops begeisterten nach dem Mittagessen die Kinder und Jugendlichen. Für die Ministrantenbetreuer hatte das Referat Kirche und Sport sowie die Kinder- und Jugendanwaltschaft einen Informations-Stand errichtet.

Jubel kam vor der großen Abschlussshow auf, als Weihbischof Dr. Anton Leichtfried zu den Ministrantinnen und Ministranten stieß. Auch Dr. Martin Michalitsch in Vertretung des Landeshauptmanns war bei dieser Show anwesend.