Nikolaus
 
 

Mehr Anerkennung für Kirchenmusik

Mehr Anerkennung für die Leistungen der meist ehrenamtlich arbeitenden Kirchenmusiker wünschte sich Prof. Dr. Wolfgang Reisinger, Leiter der Jubiläums-Kirchenmusikwoche "Laudate Dominum", die vom 4. bis 10. Februar in St. Pölten stattfand. Kirchenmusik sei das "breiteste Fach", da man bei der Arbeit in den Pfarren nicht nur als Organist, sondern auch als Sänger, Chorleiter, Dirigent, Komponist und Arrangeur tätig sein müsse. "Die Opferbereitschaft der Kirchenmusiker sollte mehr honoriert werden", forderte Reisinger und trat für die Schaffung von Dekanatsstellen ein, die Pastoral und Kirchenmusik besser verbinden und sich um Literatur und Weiterbildung kümmern sollten.

Prof. Reisinger zeigte sich "sehr froh" über die gute Zusammenarbeit mit den Einrichtungen der Diözese St. Pölten. Für eine einzelne Diözese sei die Organisation einer so "unglaublich hochkarätig" besetzten Seminarwoche ein sehr großer Aufwand. Die Auswahl der Referenten habe gezeigt, "was wir in Österreich für Größen haben", so Reisinger: "Viel besser geht es nicht." Auch die Rekordbeteiligung von knapp hundert Teilnehmern habe gezeigt, dass die Kooperation "sehr sinnvoll" sei.

Einzigartiges gegen die Erstarrung

Die Kirchenmusikwoche habe wieder zahlreiche Impulse "gegen die Erstarrung in der Routine" gegeben, resümierte Prof. Reisinger. Die Teilnehmer - von Berufsmusikern bis "Schnupperern", von 17- bis über 80-jährige - sangen und spielten Literatur, die sie "eins zu eins zu Hause verwenden können". Reisinger: "Hier präsentierten wir den Kanon der Kirchenmusik, das, was jeder kennen muss." Auf der anderen Seite war in dieser Seminarwoche auch "Einzigartiges" möglich: "Es ist ein Erlebnis, einmal mit hundert anderen im Chor zu singen!"