Mariazell: Keine Unstimmigkeit zwischen Behörden und Exekutive

Eine Absage an vermeintliche Unstimmigkeiten bezüglich der Sicherheit im Verkehrsbereich beim Mitteleuropäischen Katholikentag haben bei einer Pressekonferenz in St. Pölten der Landesgendarmeriekommandant von Niederösterreich, Brigadier Mag. Arthur Reis, Mag. Philipp Enzinger von der Bezirkshauptmannschaft Lilienfeld und DI Kaltenegger von der Diözese Graz-Seckau erteilt. Einhellig betonten die Vertreter des Veranstalters, der Behörden und der Exekutive, dass das Verkehrs- und Sicherheitskonzept einhellig und gemeinsam erarbeitet und erstellt worden sei. Es habe lediglich "einige Irritationen in der Rechtauffassung" gegeben, sagte Brigadier Reis. Einerseits könne jeder Beamte vor Ort verkehrsleitende Maßnahmen setzen, andererseits sei nach Auffassung des Verwaltungsgerichtshofes für eine vorauszusehende Ansammlung von mehr als 300 Fahrzeugen eine Verordnung seitens der Behörde notwendig, die von der zuständigen Bezirkshauptmannschaft zu erlassen sei. "Ich glaube, dass die Stellungnahmen der vergangenen Tage wesentlich dazu beigetragen haben, dass es ein konstruktives Zusammenrücken geben hat", sagte er. Man hoffe, so Reis, dass ab kommenden Dienstag diese Verordnung "auf dem Tisch" liege. Mag. Philipp Enzinger von der Bezirkshauptmannschaft Lilienfeld bestätigt, dass es keinerlei inhaltliche Differenzen zwischen Veranstalter, Behörde und Exekutive gebe. Es sei nur eine Frage des Festschreibens gewesen, die lediglich im Ernstfall notwendig werde.


760 Busse auf der Mariazellerstraße
Dennoch werden sich die Teilnehmer an der Wallfahrt der Völker auf Verzögerungen und Staus einstellen müssen. Von den insgesamt bisher gemeldeten 1.700 Bussen werden 760 über die B20 aus dem Norden anreisen, erklärt Kaltenegger. Für diese stehen, so Mag. Enzinger, im Bezirk Lilienfeld 60 Gendarmeriebeamte, zwei Notarztwägen, ein Notarztmotorrad und alle betroffenen Feuerwehren sowie das Rote Kreuz, der ASBÖ, die Bergrettung, die Straßenmeisterei sowie ÖAMTC und ARBÖ bereit. Weiters seien für diese Veranstaltung zwei Notarzthubschrauber abgestellt, weitere acht könnten innerhalb von 20 Minuten in Mariazell eintreffen. Zudem habe das Krankenhaus Lilienfeld an diesem Tag seinen Dienst verstärkt und die Medikamentenvorräte aufgestockt, wies Enzinger hin. Der Zellerrain und das Niederalpl werden an diesem Tag für den Verkehr gesperrt.
Alle Anwesenden appellierten, nach Möglichkeit die Anreise mit dem Privat-PKW zu meiden und öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Die Mariazellerbahn führt sechs Sonderzüge nach Mariazell, der normale Linienverkehr wird auf einen Schienenersatzverkehr umgeleitet. "Das Gelingen der Veranstaltung hängt letztlich nur von der Disziplin der Anreisenden und vom reibungslosen Ablauf des Konzeptes der Veranstalter in Mariazell ab", unterstrich Enzinger.